Erstellt am 18. März 2015, 10:33

von APA/Red

Jansrud mit Sieg in Meribel zu Abfahrts-Kristall. Kjetil Jansrud hat sich am Mittwoch nach der kleinen Kristall-Kugel für den Super-G auch die Weltcup-Wertung in der Abfahrt gesichert.

Am Ende fehlten Reichelt, der mit 20 Punkten Rückstand auf Jansrud ins Saisonfinale gegangen war, doch 91 Zähler auf die erste Abfahrtskugel für Österreich seit Klaus Kröll 2012. Jansrud holte damit das Speed-Double und sorgte nach zwei Triumphen von Aksel-Lund Svindal in den Vorjahren für den norwegischen Hattrick im Abfahrts-Weltcup.

"Im oberen Teil kann ich es ein bisserl erklären. Wenn frisch gerutscht ist, marschieren die Ski nicht so. Ich hab's im unteren Teil auch noch verhaut", erklärte Reichelt, der sich aber nicht auf die Startnummer (16) ausreden wollte. Und beim Blick auf seine Verletzung im Vorjahr wurde er demütig. "Denkt man an den Jänner 2014, dann ist diese Saison genial, das hätte ich nie zu träumen gewagt. Ich bin Realist und weiß, dass man auch dankbar sein muss."

Reichelt wieder Zweiter in der Weltcupabfahrtswertung

Reichelt, der auch schon im Vorjahr Zweiter in der Weltcupabfahrtswertung war, haderte ein wenig damit, dass da "halt allweil so ein blöder Norweger vor mir ist", meinte das aber nicht despektierlich. "Kjetil ist das heute voll cool heimgefahren."

Jansrud war nach dem Gewinn seiner zweiten kleinen Kristallkugel glücklich. Er habe vor dem Start nicht gewusst, wie sich Reichelt geschlagen hat. "Der Trainer oben am Start hat nichts gesagt, er war sehr ernst. Wir haben gehört, dass es sehr weich und schwierig ist, das passt meiner Fahrweise gut." Das Speed-Double bedeute ihm sehr viel. "Es ist eine Sache, Medaillen und große Resultate wie in Kitzbühel zu holen. Aber der Schnellste in der ganzen Saison zu sein, das ist ein Zeichen, dass man etwas richtig gemacht hat."

Zur Situation im Gesamt-Weltcup meinte Jansrud: "Ich habe schon gestern gesagt: wenn ich 200 Punkte in zwei Tagen und sein sehr gutes Riesentorlauf-Rennen schaffe, wäre was möglich. Theoretisch kann man es schaffen, zum Glück wird es noch spannend, gut für uns."