Erstellt am 13. Februar 2015, 18:41

von APA/Red

Zementwerk produziert wieder - ohne Blaukalk. Das Zementwerk Wietersdorf im Kärntner Görtschitztal hat am Freitag die Produktion - nun ohne HCB-belasteten Blaukalk - wieder aufgenommen.

Ein Sachverständiger hatte nach längerer Prüfung sein OK gegeben. Insbesondere an einem ausgefallenen Emissionsmessgerät, das etwa die Quecksilberbelastung testen soll, hatte es gehakt, wie Albert Kreiner, HCB-Krisenkoordinator des Landes, sagte.

"Um Punkt 16.30 Uhr wurde die behördliche Freigabe erteilt", sagte Kreiner. Die Zementproduktion in dem Werk der Fima w&p in Klein St. Paul war kurz nach Auffliegen des HCB-Skandals Ende vergangenen Jahres vorläufig eingestellt worden. Das Umweltgift Hexachlorbenzol war über Emissionen in die Umwelt und die im Tal produzierten Lebensmittel gelangt. Dem Werk wurde die behördliche Genehmigung zur Verarbeitung von Blaukalk entzogen. Von Werksseite hatte es offiziell geheißen, man führe reguläre, jährliche Revisionsarbeiten durch und mache deshalb eine Produktionspause.

Wie es mit der weiteren Sanierung der Altlastendeponie Brückl der Donauchemie weiter geht, war unterdessen offen. Nach dem Entzug des Behördenbescheids zur Verarbeitung von Blaukalk hatte w&p den Vertrag mit der Donauchemie gekündigt. Dort nimmt man die Kündigung nicht so einfach hin. Juristische Optionen werden geprüft.