Erstellt am 21. Mai 2015, 12:13

von APA Red

Zivilklagen nach Felssturz auf Hochosterwitz eingebracht. Im Sommer 2012 sind bei einem Felssturz auf der Kärntner Burg Hochosterwitz mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt worden.

Felssturz wurde vermutlich von Regenfällen ausgelöst.  |  NOEN, APA (Archiv)

Der Burgherr wurde in erster Instanz vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung freigesprochen, doch nun kam erneut Bewegung in die juristische Nachbearbeitung des Unglücks, wie die "Kleine Zeitung" berichtete: Zivilklagen und eine Berufung wurden eingebracht.

Die Staatsanwaltschaft will den Freispruch des Bezirksgerichts St. Veit für Burgherr Karl Khevenhüller-Metsch so nicht hinnehmen. "Wir haben Berufung angemeldet", bestätigte Markus Kitz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, den Schritt. Das Urteil liege inzwischen vor, der Akt werde bearbeitet.

Nicht nur das Straf-, auch das Zivilgericht hat mittlerweile mit dem Felssturz zu tun. Die Familie eines damals zehnjährigen Oberösterreichers, der von einem Felsstück am Kopf getroffen worden war, hat eine 132.000 Euro schwere Zivilklage gegen Khevenhüller-Metsch eingebracht, sagte Zivilgerichtssprecher Wilhelm Waldner. Neben dem Buben sind noch zwei Angehörige bei dieser Klage dabei. Eine zweite Klage wurde von einem weiteren damals verletzten Mann eingebracht. Er fordert 51.000 Euro. Bei beiden Klagen geht es um Schadenersatz, Schmerzensgeld und die Feststellung zukünftiger Schäden.