Erstellt am 18. Oktober 2016, 17:59

Verätzungen nach Unfall mit neuem Beizkessel. Bei einem Unfall mit Natriumhydroxid sind am Dienstag zumindest fünf Männer im Kapfenberger Böhler-Werk verletzt worden.

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Aus noch unbekannter Ursache war es bei der Inbetriebnahme einer neuen Maschine zum Austritt von ätzendem Dampf gekommen. Drei Österreicher und zwei Deutsche erlitten Verätzungen im Nacken und im Gesicht, hieß es seitens der Polizei.

Ätzender Dampf gelangte an vereinzelte Hautstellen

Die Maschinen-Hersteller-Firma hatte am Vormittag die neue Anlage inklusive Beizkessel in Betrieb nehmen und Böhler übergeben wollen. Daher waren Monteure und ein Vorarbeiter aus Deutschland in Kapfenberg. Beim Einfüllen des Natriumhydroxids, das zum Beizen verwendet wird, kam es jedoch gegen 9.45 Uhr zu einer chemischen Reaktion. Der entstandene ätzende Dampf stieg auf und gelangte trotz umfassender Schutzkleidung mit Weste, Brille und Helm an vereinzelte Hautstellen, schilderte ein Beamter.

Insgesamt fünf Verletzte

Von fünf Verletzten musste einer im Spital stationär aufgenommen werden, die anderen konnten nach ambulanter Behandlung wieder nach Hause. Lebensgefahr bestand bei keinem der Männer im Alter von 28 bis 55 Jahren. Seitens der Monteure hieß es, dass ein derartiger Vorfall noch nie passiert sei, obwohl man bereits europaweit gleiche Anlagen aufgestellt habe.