Gumpoldskirchen

Erstellt am 30. August 2016, 13:09

von APA Red

Novomatic-Einstieg bei Casinos untersagt. Paukenschlag im Übernahmepoker um die teilstaatlichen Casinos Austria durch den Rivalen Novomatic und ein tschechisches Bieterkonsortium: Das Kartellgericht hat den Zusammenschluss untersagt, weil dadurch der Wettbewerb eingeschränkt worden wäre. Das teilte Novomatic am Dienstag mit.

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Trotz monatelanger Verhandlungen mit den Wettbewerbsbehörden zu Auflagen habe man keine Einigung erzielen können. Daraufhin habe das Oberlandesgericht Wien (OLG), das in dem Fall als Kartellgericht fungierte, den Einstieg untersagt.

Die Wettbewerbsbehörden und insbesondere der vom Gericht bestellte Gutachter hätten Auflagen verlangt, die für Novomatic wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen wären.

Der niederösterreichische Novomatic-Konzern behält sich laut einer Presseaussendung "jedenfalls" ein Rechtsmittel gegen den Beschluss des Kartellgerichts vor.

Novomatic hatte sich von Alteigentümern der Casinos Austria durchgerechnet knapp 40 Prozent der Anteile gesichert. Gemeinsam mit einem tschechischen Bieterkonsortium, das schon mit mehr als 11 Prozent bei dem teilstaatlichen Konzern eingekauft ist, wollen die Niederösterreicher das Ruder bei den Casinos übernehmen. Der Casinos-Austria-Konzern setzte im vergangenen Jahr knapp 3,6 Mrd. Euro um, bei einem Gewinn von 55 Mio. Euro. Novomatic knackte 2015 erstmals die 2-Mrd.-Umsatzgrenze und verdiente fast 221 Mio. Euro.

Stickler meinte, dass er die Chance verloren gehen sieht, dass in Österreich ein echter Global Player entstehen könnte - "aus Argumenten, die mir persönlich nicht ganz nachvollziehbar sind". "Aus Novomatic, den Casinos und den Österreichischen Lotterien könnte wirklich einer der größten und besten Glücksspielkonzerne der Welt entstehen", so Stickler.

"Es tut mir im Herzen weh, wenn diese beiden Unternehmen getrennt marschieren müssen, sagte er zur APA am Rande des Forums Alpbach.