Erstellt am 06. Juli 2014, 13:06

von APA/Red

Keine heiße Spur nach Banküberfall. Nach einem Bankraub am Freitag in Linz hat es bis Sonntag keine heiße Spur gegeben. Die Ermittler setzen aber große Hoffnungen auf die Bilder aus der Überwachungskamera, die eine etwa 50-jährige, auffällig gekleidete Frau zeigen.

 |  NOEN, LPD NÖ

Laut Tageszeitung "Österreich" könnte es sich um eine Sechsfach-Täterin handeln, die Polizei bestätigte vorerst aber nur einen Zusammenhang mit einem Überfall 2011.

Die Räuberin kam am Freitagnachmittag in das Geldinstitut im Stadtteil Ebelsberg, bedrohte die beiden Angestellten mit einer Waffe und sagte: "Das ist ein Überfall, keine Faxen, Geld her!"

Die beiden Bankmitarbeiterinnen händigten ihr Bares aus. Sie stopfte die Beute – laut "Österreich" 12.000 Euro –
in eine mitgebrachte braune Handtasche und flüchtete zunächst zu Fuß. Möglicherweise stieg sie wenig später in einen blauen Kleinwagen ein.

Handelt es sich um Wiederholungstäterin?

Die Bilder aus der Überwachungskamera zeigten eine Frau um die 50, die ein auffällig gemustertes Oberteil, ein getigertes Kopftuch und eine große Sonnenbrille trägt.

Den Ermittlern fiel rasch auf, dass bei einem Banküberfall im August 2011 im Linzer Stadtteil Neue Heimat augenscheinlich die selbe Person am Werk war. Hier sieht die Polizei einen eindeutigen Zusammenhang.

Laut "Österreich" könnte die Gesuchte aber auch für zwei Taten in Salzburg – einen Bankraub am 18. Dezember 2009 in der Landeshauptstadt und einen versuchten Überfall am 14. April 2010 in Kuchl (Tennengau) – sowie für Überfälle am 27. August 2010 in Gmunden und am 15. November 2011 in Waldneukirchen (Bezirk Steyr-Land) verantwortlich sein.

Die Ermittler gingen bereits 2011 davon aus, dass diese vier Delikte auf das Konto ein und der selben Frau gehen. Die Personenbeschreibungen waren ähnlich zu jenen in Linz.

Ermittlungen laufen

Auf APA-Anfrage sah man bei der oberösterreichischen Polizei die "unmittelbare Übereinstimmung" bisher nicht gegeben. Allerdings seien die Überfälle in Gmunden und Waldneukichen ungeklärt und von Frauen verübt worden.

Wenn man die Linzer Täterin fasse, werde man sicher auch ihr Alibi für diese Coups überprüfen, hieß es bei der Pressestelle. Zum Ermittlungsstand bei den beiden Delikten in Salzburg war am Sonntag von der dortigen Polizei-Pressestelle nichts zu erfahren.