Erstellt am 31. Januar 2016, 10:30

Keine Steuerentlastung für 9.000 Postler im Jänner. Die Post hat 9.000 Beamten beim Jänner-Gehalt die Lohnsteuerentlastung nicht ausgezahlt. Betroffen waren Mitarbeiter, die ihr Gehalt schon im Vorhinein, also Anfang Jänner, ausbezahlt bekommen.

 |  NOEN, APA (Symbolbild)

Verantwortlich für die Panne war ein Software-Problem, schreibt die "Tiroler Tageszeitung". Das ausständige Geld werde mit der nächsten Abrechnung nachgezahlt, sagte Post-Sprecher Michael Homola.

Es habe ein Problem mit dem Gehaltsverrechnungsprogramm der Softwarefirma SAP gegeben, mit dem die Post arbeite, erklärte Homola. "Die notwendigen Wertanpassungen wurden von SAP nicht angeliefert. SAP kann immer nur im Nachhinein verrechnen, nicht im Vorhinein", so der Post-Sprecher. SAP ließ eine Anfrage der Zeitung dazu unbeantwortet.

Indes geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung des Finanzministeriums, über die "Standard" und "Vorarlberger Nachrichten" berichteten, hervor, dass Postbeamte immer öfter krank in Frühpension gehen. Im Jahr 2006 gingen 179 der damals 23.500 Mitarbeiter krankheitsbedingt früher in den Ruhestand. Acht Jahre später, im Jahr 2014, waren es 441 Bedienstete - bei 5.000 Mitarbeitern weniger. Insgesamt wurden im Zeitraum 2006 bis 2014 2.600 Postler krankheitsbedingt in den Ruhestand versetzt, davon 1.207 von Amts wegen.

Verglichen mit ASVG-Versicherten war der Anteil der krankheitsbedingten Frühpensionierungen bei der Post mit 5,12 Prozent im Jahr 2014 deutlich höher. Im ASVG-System wurden in dem Jahr 16.448 Erwerbsunfähigkeits- und Invaliditätspensionen zuerkannt, das waren 0,51 Prozent aller Versicherten, rechnete der NEOS-Abgeordnete Gerald Loacker vor.