Erstellt am 08. Oktober 2014, 12:20

von APA/Red

Kellner erholt sich nach Attacke schnell. Ein Kellner, der am Montag in der Linzer Altstadt von einem Gast lebensgefährlich attackiert worden ist, erholt sich laut dem behandelnden AKh "erstaunlich schnell".

 |  NOEN, Einsatzdoku.at

Der 26-Jährige hatte Stichverletzungen am Hals erlitten und wäre beinahe verblutet. Um die Missstände in dem Stadtteil zu bekämpfen, hat Bürgermeister Klaus Luger für kommende Woche zu einem Gespräch geladen.

"Es besteht Handlungsbedarf", sagte Luger am Mittwoch in einer Aussendung. Die jüngsten Vorkommnisse in der Altstadt, die am Montag in dem Angriff gipfelten, würden ihn nachdenklich machen. Es sei an der Zeit, den Problemfällen in der betroffenen Hofgasse klare Grenzen zu setzen. Gleichzeitig betonte der Bürgermeister, dass er sich "die gute Entwicklung" in dem Viertel nicht schlechtreden lasse. Er will gemeinsam mit Vertretern des Vereins Altstadt, Streetworkern, Vertretern der Gastronomie, der Polizei, der Gewebebehörde und dem Bezirksverwaltungsamt Gegenmaßnahmen setzen.

Kellner will über Probleme in der Altstadt sprechen

Der schwer verletzte Kellner ließ über das AKh mitteilen, dass er in einigen Wochen mit den Medien über die Probleme in der Altstadt sprechen werde. Derzeit wolle er keine Interviews und keine Fotos, so der 26-Jährige, der vom Herz-Gefäß-Chirurgen Hannes Müller und vom HNO-Spezialisten Georg Deschka notoperiert worden ist.

Weiter nicht geständig und nicht kooperativ zeigte sich am Mittwoch der 20-jährige Verdächtige, berichtete die Polizei-Pressestelle OÖ. Man setze nach wie vor auf Videoaufnahmen und Zeugenbefragungen, um zu klären, warum die Situation Montagnachmittag derart eskaliert ist.

Kurz vor 16.30 Uhr hatte der Kellner den mutmaßlichen Täter aus Freistadt und seinen 17-jährigen Linzer Begleiter - sie konsumierten im Gastgarten des Lokals Getränke aus einer benachbarten Bar - ersucht, zu gehen. Daraufhin soll ihn der 20-Jährige, der zum Tatzeitpunkt nicht alkoholisiert war, mit einem Glas angegriffen haben. Passanten leisteten Erste Hilfe, das Duo flüchtete. Die beiden wurden nur wenige Minuten später auf der nahegelegenen Oberen Donaulände festgenommen.