Erstellt am 09. April 2014, 11:45

Kiew droht Separatisten mit Gewalt. Die ukrainische Regierung hat den pro-russischen Separatisten im Osten des Landes mit dem Einsatz von Gewalt gedroht.

Der Konflikt werde innerhalb von 48 Stunden gelöst, sagte Innenminister Arsen Awakow am Mittwoch am Rande einer Kabinettssitzung in Kiew. Sollten Verhandlungen scheitern, werde Gewalt eingesetzt. Bei den konfliktbereiten Kräften handelt es sich demnach um eine Minderheit.

Demonstranten halten Behördengebäude in mindestens zwei Städten im Osten der Ukraine besetzt. In Lugansk nahe der russischen Grenze sind sie in eine Zweigstelle des Inlandsgeheimdienstes SBU eingerückt. Bei der Besetzung erbeuteten die Oppositionellen nach eigener Darstellung auch Maschinengewehre. Sie fordern Volksabstimmungen über eine Unabhängigkeit von der Übergangsregierung in Kiew. Im Osten der Ukraine leben viele ethnische Russen, welche die neue Regierung in Kiew ablehnen.

Russland bemühte sich am Mittwoch, die Furcht im Westen vor einem Militäreinsatz in der Ukraine zu zerstreuen. "Die USA und die Ukraine haben keinen Grund zur Sorge", erklärte das Außenministerium in Moskau. Es gebe an der Grenze zum Nachbarland keine ungewöhnliche Aktionen, die von militärischer Bedeutung seien. US-Außenminister John Kerry hatte erklärt, Russland könnte einen Militäreinsatz wie auf der Krim im März vorbereiten.