Erstellt am 21. September 2016, 14:07

von APA Red

Kellerassel im Spital: Ab Montag wieder voller Betrieb. Nach dem Fund einer Kellerassel am Dienstag in einem Operationssaal des oberösterreichischen Landeskrankenhauses in Kirchdorf a. d. Krems sind die Sanierungsmaßnahmen am Mittwoch angelaufen. Ab Montag soll der OP-Betrieb wieder voll aufgenommen werden. Das teilte die Krankenhausleitung in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit.

Alle Operationssäle des oberösterreichischen Landeskrankenhauses in Kirchdorf an der Krems sind bis auf weiteres wegen eines Schädlingsbefalls gesperrt worden. In einem der Säle war an der Decke eine Kellerassel entdeckt worden. Im Bild: Jener Operationssaal in dem die Kellerassel entdeckt wurde aufgenommen am Mittwoch, 21. September 2016.  |  APA/Fotokerschi.at/Werner Kerschbaummayr

Am Dienstag war in einem der Säle an der Decke eine Kellerassel entdeckt worden. Noch am Abend und Mittwochvormittag sind alle OP-Säle sowie der Bereich davor untersucht worden. Diese Räume waren vor drei Jahren generalsaniert worden. Ein weiteres Tier wurde nicht mehr entdeckt. Herausgefunden wurde aber, dass es Mängel bei den Abdichtungen der Decke und bei den Beleuchtungskörpern gibt. Nicht ausgeschlossen wurde als Ursache eine laufende Baustelle. Rechtliche Fragen in diesem Zusammenhang sollen noch geprüft werden.

Vorrangig ist aber nun die Behebung der Schäden, wie der ärztliche Leiter Oswald Schuberth und der Hygienebeauftragte Arzt Gerhard Pöppl betonten. Einschlägige Firmen wurden damit beauftragt. Das soll bis Freitagabend abgeschlossen werden. Am Samstag erfolgt eine Intensivreinigung, um den Hygienerichtlinien zu entsprechen. Am Sonntag soll ein OP-Betrieb für Notfälle möglich sein. Der Vollbetrieb mit allen fünf Sälen ist ab Montag geplant.

Wegen der Schließung sind geplante Operationen an 40 Patienten verschoben worden. Alle wurden persönlich kontaktiert. Die ausgefallenen Eingriffe sollen in den kommenden zwei Wochen aufgearbeitet werden indem jeden Tag länger gearbeitet wird. Bis zur Wiederaufnahme des Betriebes kann das Spital nicht mit Notfällen angefahren werden. Darüber wurden alle Rettungsorganisationen und Nachbarspitäler unmittelbar nach dem Auffinden des Ungeziefers informiert. Für Fragen bleibt die von der Gespag unter 05/055467/22703 eingerichtete Hotline weiter in Betrieb.