Erstellt am 07. Juli 2014, 17:54

von APA/Red

Kittel auch in London vorne, Nibali weiter in Gelb. Marcel Kittel scheint bei der Tour de France im Sprint nicht zu schlagen zu sein.

Der 26-jährige Giant-Profi sicherte sich am Montag in London auf regennasser Straße vor dem Buckingham Palace souverän den Sieg auf der 3. Etappe. Er hatte auch schon den Auftakt am Samstag gewonnen. An der Spitze gab es keine Veränderungen, es führt Vincenzo Nibali zwei Sekunden vor den restlichen Favoriten.

Kittel (Team Giant-Shimano) verwies nach 155 Kilometern und einer "Stadtrundfahrt" durch die englische Hauptstadt vor großen Zuschauermassen mit deutlichem Vorsprung den Slowaken Peter Sagan (Cannondale) auf Platz zwei. Sagan wurde schon auf der 1. Etappe Zweiter und behält das Grüne Trikot für die meisten Sprintpunkte.

Bereits sechster Tour-Etappensieg für Kittel

Rang drei ging an den Australier Mark Renshaw (Omega Pharma-Quickstep). Bernhard Eisel (Sky) belegte Platz 26. Für Kittel war es zum Abschluss des dreitägigen Tour-Auswärtsspiels auf der Insel bereits der insgesamt sechste Tour-Etappensieg.

Im Gesamtklassement gab es an der Spitze nach der Flachetappe erwartungsgemäß keine Veränderungen. Der italienische Ex-Girosieger Vincenzo Nibali (Astana) liegt nach seinem Erfolg am Sonntag in Sheffield weiter zwei Sekunden vor den restlichen Favoriten um Titelverteidiger Chris Froome (Sky/GBR) und dem zweimaligen Champion Alberto Contador (Tinkoff-Saxo/ESP).

Bevor es am Montag zur Massenankunft kam, setzten sich erst einmal zwei Ausreißer in Szene. Der Tscheche Jan Barta (NetApp-Team) riss zusammen mit dem Franzosen Jean-Marc Bideau (Bretagne-Seche Environnement) unmittelbar nach dem Start aus. Das Duo wurde aber sechs Kilometer vor dem Ziel wieder eingeholt. Immerhin wurde Barta als angriffslustigster Fahrer ausgezeichnet.

Am Dienstag betritt die Tour wieder französischen Boden. Nach 198 Kilometern von Le Touquet-Paris-Plage nach Lille bietet sich den Sprintern dabei die nächste Chance auf eine Massenankunft. Gefahr könnte eine lange Passage auf Kopfsteinpflaster kurz vor dem Ziel bergen.