Erstellt am 09. Juli 2014, 12:11

von APA/Red

Kittel setzt Sprint-Show auf 4. Tour-Etappe fort. Die Sprint-Show des Deutschen Marcel Kittel geht auch auf Frankreichs Straßen weiter.

Der Giant-Fahrer holte sich am Dienstag nach der Rückkehr aus England bereits seinen dritten Tagessieg auf der vierten Etappe der 101. Tour de France. Kittel siegte nach 163,5 Kilometern von Le Touquet-Paris-Plage nach Lille vor Alexander Kristoff (NOR) und Arnaud Demare (FRA).

Im Gegensatz zum Tour-Auftakt am Samstag in Harrogate und der Ankunft am Montag in London setzte sich Kittel allerdings nur knapp durch. Der 26-Jährige hatte sichtlich mehr Mühe als an den Tagen zuvor. Erst ganz am Schluss zog der nun siebenfache Tour-Etappensieger noch an Mailand-Sanremo-Sieger Kristoff vorbei. Der Norweger hatte den Sprint sehr früh lanciert, am Ende blieb ihm aber nur der zweite Platz. Der Österreicher Bernhard Eisel kam zeitgleich mit dem Sieger als 79. ins Ziel.

Britischer Vorjahressieger gestürzt

Im Gesamtklassement ergaben sich auf den ersten Positionen keine Verschiebungen. Vincenzo Nibali, der Sieger der zweiten Etappe vom Sonntag, führt weiterhin mit zwei Sekunden Vorsprung vor dem Slowaken Peter Sagan und Michael Albasini (SUI).

Vorjahressieger Chris Froome hingegen erlebte eine Schrecksekunde. Der Brite stürzte gleich zu Beginn der Etappe auf die linke Seite und klagte danach über Schmerzen im Handgelenk. Doch Froome, der sich auf dem Rad verarzten ließ, beendete die Etappe zeitgleich mit Sieger Kittel und hat in der Gesamtwertung ebenfalls weiter zwei Sekunden Rückstand auf Nibali.

Wie sein Team Sky am Dienstagabend mitteilte, habe der britische Vorjahressieger nach seinem Sturz die medizinischen Tests bestanden und werde am Mittwoch zur 5. Etappe antreten. Untersuchungen hätten ergeben, dass das schmerzende linke Handgelenk nicht gebrochen sei.

Tour-Aus nach Verletzung

Weniger Glück beim Stürzen hatte ein anderer ehemaliger Tour-Sieger. Andy Schleck, der 2010 den Gesamtsieg vom nachträglich disqualifizierten Spanier Alberto Contador geerbt hatte, trat zur vierten Etappe gar nicht mehr an. Der Luxemburger war am Montag gestürzt und hatte sich dabei Verletzungen am rechten Knie zugezogen.

Am Mittwoch wartet auf die Fahrer die gefürchtete Kopfsteinpflaster-Etappe durch die "Hölle des Nordens". Über 155,5 Kilometer, davon gut 15 über die Paves, geht es von Ypres nach Arenberg.