Erstellt am 15. August 2015, 13:03

Kluft in Griechenlands Regierungspartei vertieft. Nach der Zustimmung der Euro-Finanzminister zu einem dritten Hilfsprogramm für Griechenland hat sich die Kluft in der Athener Regierungspartei Syriza von Ministerpräsident Alexis Tsipras vertieft.

 |  NOEN, APA (epa)

Der linke Parteiflügel, der das Programm und die damit verbundenen Sparmaßnahmen ablehnt, will nach Medienberichten im Fall einer Vertrauensabstimmung im Parlament nicht für den Regierungschef votieren.

"Es zeichnet sich ein offener Bruch in Syriza ab", berichtete die angesehene Online-Zeitung "tovima.gr" am Samstag. Athener Regierungskreise hatten die Erwartung geäußert, dass Tsipras nach dem Anlaufen der Hilfe die Vertrauensfrage im Parlament stellen werde. Eine Bestätigung gab es dafür aber nicht.

Unterdessen wird der Deutsche Bundestag am kommenden Mittwoch in einer Sondersitzung über das neue Hilfspaket für Griechenland abstimmen. Auch andere nationale Parlamente müssen den neuen Hilfen für das Euro-Krisenland noch zustimmen.

Bis 20. August muss Griechenland Geld bekommen, um 3,2 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zurückzahlen zu können. Sollte es bis dahin doch noch unerwartete Hindernisse geben, muss ein weiterer Überbrückungskredit her.