Erstellt am 20. Juli 2014, 12:11

von APA/Red

Klug will 2016 "mehr Geld" fürs Bundesheer. Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) reagiert auf anhaltende Kritik am Sparkurs im Bundesheer nun mit einem dezidierten Ruf nach "mehr Geld" ab dem Jahr 2016. Für heuer und 2015 fahre man einen "strengen Sparkurs", danach aber brauche es mehr Mittel, sagte er der Tageszeitung "Österreich" am Sonntag. Details zu den Sparmaßnahmen gibt es weiterhin keine.

Für heuer und 2015 fahre man einen "strengen Sparkurs", danach aber brauche es mehr Mittel. Details zu den Sparmaßnahmen gibt es weiterhin keine.

"Ab 2016 braucht das Heer mehr Geld", hielt Klug fest und meint, mit diesem Wunsch bei Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) auf "Verständnis" gestoßen zu sein. Der Verteidigungsminister verweist zum wiederholten Mal auf nötige Investitionen, die zum Teil schon im kommenden Jahr zumindest vorentschieden werden müssten, etwa der Nachfolger für die Saab-Jets oder ein Update der Black-Hawk-Hubschrauber.

Noch keine Details bekannt

Wie genau der "strenge Sparkurs" aussehen wird, den man heuer und nächstes Jahr einschlägt, wird weiterhin nicht dargelegt. Immer wieder dringen Einzelmaßnahmen an die Öffentlichkeit. So berichtete das "profil" am Wochenende unter Berufung auf ein ministeriumsinternes Schreiben, dass Schießübungen für Berufssoldaten gestrichen worden seien. Laut dem Ministeriumssprecher betrifft dies Mitarbeiter in Ministerium und Heeresverwaltung, in der Truppe dagegen bleibe die Verpflichtung zur regelmäßigen Auffrischung der Schießkenntnisse aufrecht.

Klug bewarb indes am Wochenende die Investitionen, die das Heer trotz Spardrucks 2014 und 2015 in den Katastrophenschutz tätige. Er zählte diverse Anschaffungen auf, wie etwa Zeltsysteme im Wert von 25 Millionen Euro, insgesamt 38 Pionierboote (zehn Millionen Euro), das Update der Hubschrauber vom Typ Agusta Bell (81,6 Mio. Euro), ABC-Dingos (10,5 Mio.) sowie Drohnen (15 Millionen).