Erstellt am 28. November 2014, 21:44

von APA/Red

Kofler nach erstem Durchgang in Ruka Vierter. Der Tiroler Andreas Kofler rangiert nach dem ersten Durchgang des Weltcup-Skispringens in Ruka als bester Österreicher an der vierten Stelle.

Das Podest verpasste der Ex-Tourneesieger nur um 2,9 Punkte. Sein Teamkollege Michael Hayböck bestätigte am Freitag als Fünfter seine gute Leistung vom Auftakt (Rang 9). Der Schweizer Simon Ammann feierte seinen 22. Weltcupsieg und trägt das Gelbe Trikot.

Der 30-jährige Kofler erwischte im ersten Durchgang beste Bedingungen und segelte auf die Tageshöchstweite von 144,5 m, die er nur mit Mühe stand. Wegen der Abzüge für die nicht perfekte Landung und den Wind war er aber nur Vierter und behielt diesen Rang nach einem 137-m-Sprung im Finale. Beim Auftakt hatte der Ex-Tourneesieger die Entscheidung verpasst. Der Oberösterreicher Hayböck zeigte zwei gleichmäßig gute Sprünge (132/131,5 m) und hielt den Norweger Anders Fannemel und den deutschen Skiflug-Weltmeister Severin Freund auf Distanz.

Ammann wuchs über sich hinaus

Noriaki Kasai holte mit 42 Jahren einen weiteren Podestplatz, der Japaner verbesserte sich im Finale von Rang fünf auf drei. Sein Teamkollege Daiki Ito (138/137,5) forderte als vorletzter Springer Ammann, doch der 33-jährige Jung-Vater wuchs im Finale über sich hinaus (139,5/142 m) und stand erstmals seit dem Tourneebewerb in Oberstdorf Ende Dezember 2013 ganz oben auf dem Podest. In der Gesamtwertung führt der Pokalgewinner von 2010 vor dem tschechischen Auftaktsieger Roman Koudelka und dem Salzburger Stefan Kraft.

Kraft, der Zweite von Klingenthal, war bei wechselndem Wind im Nordosten Finnlands als 13. (127/127 m) der drittbeste ÖSV-Springer. Vorjahressieger Gregor Schlierenzauer musste sich mit dem 24. Platz (121/129) begnügen, Wolfgang Loitzl punktete in seiner möglicherweise letzten Saison als 26. (123,5/124,5) erstmals. Tournee-Gewinner Thomas Diethart kam hingegen abermals nicht ins Fliegen und verpasste wie beim Auftakt das Finale.

Kofler war angetan von seiner Leistung. "Wir haben nach Klingenthal gut analysiert und richtige Entscheidungen getroffen. Ich habe eine Riesenfreude", sagte der Gewinner von 12 Weltcup-Bewerben, der 2,5 Meter unter Schlierenzauers Schanzenrekord geblieben war. Hayböck war mit Rang fünf sehr zufrieden. "Es ist wieder einiges weitergegangen. Das ist eine coole Sache", meinte der 23-Jährige.