Erstellt am 08. Dezember 2014, 12:02

Konferenz zu Atomwaffen in Wien eröffnet. In der Wiener Hofburg ist am Montagvormittag die zweitägige Wiener Konferenz zu humanitären Auswirkungen von Nuklearwaffen von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) eröffnet worden.

Ziel der Konferenz ist ein Richtungswechsel in der Nukleardebatte hin zu einer nuklearwaffenfreien Welt. "Die Tatsache, dass aus mehr als 160 Ländern hochrangige Repräsentanten und zivilgesellschaftliche Organisationen hier sind, zeigt, wie wichtig das Thema ist. Nukleare Katastrophen haben verheerende Auswirkungen, niemand würde gewinnen, alle würden verlieren", erklärte Kurz. Österreich als Veranstalter wolle ein "Momentum" sehen, durch das nukleare Abrüstung forciert würde. Denn die Welt wäre ohne Nuklearwaffen ein besserer Platz, so der Außenminister.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon erinnerte in einer verlesenen Grußbotschaft an die horrenden Konsequenzen von Nuklearwaffen und unterstrich, dass diese Konflikte noch gefährlicher machen würden. Wären noch mehr Staaten in Besitz von Nuklearwaffen, wäre die Welt nicht sicherer, gab der UNO-Chef zu bedenken.

Die Hiroshima-Überlebende und Friedensbotschafterin, Setsuko Thurlow, hielt in ihrer Rede fest, dass "es ihre Mission sei, die Welt davor zu warnen, welch' Hölle auf Erden sie durch die Nuklearwaffen erlebt habe. (...) Als 13- jähriges Schulmädchen hatte ich gemeinsam mit zwei anderen Mitschülern das Glück, Hiroshima zu überleben, doch der Rest meiner Klasse wurde lebend verbrannt. Ich höre noch immer ihre Stimmen, die nach ihrer Mutter und nach Hilfe schreien", schilderte Thurlow. Ihre wunderschöne Heimat Hiroshima sei durch den Einsatz von Nuklearwaffen über Nacht zum Albtraum geworden.