Erstellt am 15. November 2016, 15:37

von APA Red

Hypo-U-Ausschuss hat 5,4 Mio. Euro gekostet. Der parlamentarische Hypo-Untersuchungsausschuss hat 5,4 Mio. Euro gekostet. Die meisten Kosten in Höhe von etwas mehr als 1,5 Mio. Euro machten die Klubfundierungen aus.

Bures nannte Zahlen zum U-Ausschuss  |  APA (Archiv)

Laut Parlamentspräsidentin und Ausschussvorsitzenden Doris Bures entfielen 840.000 Euro auf notwendige Einmalausgaben für EDV und Rauminfrastruktur, die wiederverwendet werden. Den Löwenanteil der Kosten in Höhe von etwas mehr als 1,5 Mio. Euro machten die Klubfundierungen aus.

Jede der sechs Fraktionen, egal welcher Mandatsstärke, erhielt pro U-Ausschussmonat 12.000 Euro. APA-Recherchen zufolge haben die Klubs dem Parlament 21 Ausschussmonate verrechnet, während der U-Ausschuss in der öffentlichen Wahrnehmung nur 20 Monate gedauert hat. Er wurde am 25. Februar 2015 eingesetzt. Beim Ende im Oktober 2016 kommt man insgesamt auf 21 Monate - dank jener vier Tage in denen der U-Ausschuss, freilich noch ohne Zeugenbefragungen, im Februar des Vorjahres bereits eingesetzt war.

Der Verfahrensrichter schlug insgesamt nach APA-Berechnungen mit rund 220.000 Euro zu Buche, sein Stellvertreter mit rund 120.000 Euro. Der Verfahrensanwalt kostete etwas mehr als 75.000 Euro. Die Cateringkosten für Kaffee, Limo, Obst und Co summieren sich samt ein bis zwei Gastromitarbeitern pro Tag auf insgesamt rund 110.000 Euro. Daran zehrten nicht nur U-Ausschuss-Politiker und deren Mitarbeiter sondern auch die Auskunftspersonen und über die Ausschussdauer weniger werdende Journalisten.

Alleine für 2015 hatten die Catering-Kosten rund 60.000 Euro ausgemacht. Summa summarum kosteten Kaffee, Limo, Obst und Co - samt pro Ausschusstag ein bis zwei Mitarbeitern des Caterings - nach APA-Berechnungen also etwa 110.000 Euro. Die "Sicherheit" - also die Security für das Lokal VI im Parlament, wo der U-Ausschuss ablief - verursacht Ausgaben an die 60.000 Euro. Zu den Gesamtkosten kommen unter anderen auch noch die Ausgaben für Personal wie Stenographen.

Im Vergleich dazu, was das ganze Hypo-Desaster bisher dem Steuerzahler gekostet hat - rund 5,5 Mrd. Euro - mutet der Betrag, den die oppositionell beantragte Aufklärungsarbeit kostete, mit einem Tausendstel nicht allzu hoch an.