Erstellt am 18. Dezember 2014, 22:05

von APA Red

Juwelierüberfall am Wiener Kohlmarkt. Ein Juweliergeschäft am Wiener Kohlmarkt 18 in der Innenstadt ist am Donnerstagnachmittag überfallen worden. Die Räuber rafften Schmuck, vor allem hochpreisige Uhren, an sich und flüchteten zu Fuß.

Ein Security-Mitarbeiter wurde verletzt, die beiden Angestellten blieben unversehrt. Die Polizei fahndet nach zwei Tätern. Bei dem Geschäft handelt es sich um einen Shop des Juweliers Schullin.

Laut Polizeisprecher Patrick Maierhofer kamen zwei Maskierte gegen 17 Uhr zu dem Nobeljuwelier am Kohlmarkt 18. Einen Security-Mitarbeiter vor dem Eingang schlugen sie nieder. Der Mann wurde verletzt von der Wiener Berufsrettung in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann war am Abend bereits wieder guter Dinge, Hinweise auf schwere Verletzungen gab es keine.

Im Geschäft selbst befanden sich zwei Angestellte, sie blieben unverletzt. Einer der Täter hielt die beiden mit einer Pistole in Schach, während sein Komplize mit einem Hammer eine Vitrine zerschlug. Sie rafften Schmuck und teure Uhren und flüchteten zu Fuß. Mehrere Zeugen alarmierten umgehend die Polizei, als sie die Täter sahen. Die Polizei wurde telefonisch auch über eine Schussabgabe informiert, die sich aber als Falschwahrnehmung herausstellte, sagte Maierhofer.

Überfall dauerte nur zwei Minuten

Ein Täter war mit einer Sturmhaube maskiert, der andere mit einem Schal getarnt. Beide waren mit schwarzen Jacken bekleidet. Die Polizei zog zunächst einen Fahndungsring im näheren Umkreis des Geschäfts auf und hoffte aufgrund relativ guter Personenbeschreibungen, die Räuber zu fassen.

Laut Maierhofer dauerte der Überfall auf das Geschäft des Juweliers Schullin nur zwei Minuten. Die rasche und arbeitsteilige Vorgehensweise der beiden Täter erinnerte teilweise an vergangene Überfälle der berüchtigten Pink-Panther-Bande.

Ein Täter war bei dem "Blitzüberfall" mit einer Pistole bewaffnet, der zweite mit einer Eisenstange, an der eine Art Spitze angebracht war, um damit die Vitrinen einzuschlagen. Der Tatort befand sich unmittelbar beim belebten Michaelerplatz, wo sich zum Zeitpunkt des Raubs auch zahlreiche Personen beim dortigen Weihnachtsmarkt aufhielten.