Erstellt am 10. April 2014, 10:23

Kultusgemeinde vermisst "Grundreinigung" der FPÖ. Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG), die den Rückzug von Andreas Mölzer von der freiheitlichen Kandidatenliste für die EU-Wahl gefordert hatte, vermisst eine "Grundreinigung" der FPÖ.

Mölzer sei "im Parteiinteresse" aus wahltaktischen Gründen gegangen, die "überzeugende Abgrenzung der FPÖ vom rechtsextremen Rand" sei jedoch ausgeblieben, kritisierte IKG-Präsident Oskar Deutsch am Donnerstag.

Diese "Grundreinigung" sei "auch deshalb nicht möglich, weil gerade dieser Rand, repräsentiert durch die völkischen Burschenschaften, die obere Funktionärsriege der FPÖ dominiert", sagte Deutsch.

Etwa ein Drittel der Abgeordneten des Nationalrates und etwa die Hälfte der Abgeordneten des Wiener Landtages würden "dieser Kaderschmiede" angehören. "Es liegt jetzt an der Parteienlandschaft und der Zivilgesellschaft den 'Cordon-sanitaire' um die FPÖ aufrechtzuerhalten und zu verstärken", forderte Deutsch.