Erstellt am 23. März 2016, 12:49

Länderspiel Belgien gegen Portugal abgesagt. Nach den Terroranschlägen von Brüssel ist das für Dienstag geplante Testspiel der belgischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Portugal abgesagt worden.

 |  NOEN, APA (AFP)

Sicherheitserwägungen hätten zu dieser Vorsichtsmaßnahme geführt, teilte der belgische Verband am Mittwoch mit. Die Stadt Brüssel habe um die Absage des Spiels gebeten.

Die Partie gegen Österreichs EM-Gegner war ursprünglich im König-Baudouin-Stadion in Brüssel vorgesehen. Zuvor hatten die Belgier bereits ihre für Dienstag und Mittwoch geplanten Trainingseinheiten abgesagt. "Der Fußball ist heute nicht wichtig", erklärte das belgische Nationalteam am Tag der Anschläge über Twitter. Die Gedanken seien bei den Opfern.

EM-Gastgeber Frankreich will unterdessen trotz der Terrorserie in Europa das Final-Turnier nicht infrage stellen. "Die Fußball-Europameisterschaft abzusagen oder zu verschieben hieße, diesen Feiglingen recht zu geben", sagte Sport-Staatssekretär Thierry Braillard in einem Interview der Zeitung "L'Equipe". Er glaube auch nicht, dass die UEFA als Organisatorin der EM darüber nachdenke.

Braillard betonte, die Sicherheit sei eine zentrale Frage bei den Vorbereitungen für die EM, die am 10. Juni beginnen soll. "Im Hinblick auf die Sicherheit kann man nicht mehr tun", versicherte er. "Wir wiederholen es seit mehreren Monaten, die terroristische Bedrohung war von Anfang an Teil unserer Überlegungen." Braillard mahnte: "In solchen Momenten darf man nicht Angst zur Angst hinzufügen." Er bemühte sich auch, mögliche Sorgen der Teams zu zerstreuen: "Jede Mannschaft wird von Elite-Polizisten bewacht werden, wie auch ihre Trainingsorte und Unterkünfte."

Frankreich war im vergangenen Jahr mehrfach Ziel islamistischer Terroristen. In Paris starben dabei im November 130 Unschuldige, unter anderem sprengten sich drei Männer während eines Länderspiels in der Nähe des Stade de France in die Luft.