Erstellt am 13. Dezember 2014, 17:57

von APA/Red

Landertinger mit Staffel in Hochfilzen Vierter. Die Zahl Vier verfolgt Dominik Landertinger beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen.

Beim Staffelrennen am Samstag schrammte der Lokalmatador als Schlussläufer mit seinen Teamkollegen Daniel Mesotitsch, Simon Eder und Julian Eberhard um nur 2,6 Sekunden am Podest vorbei. Seit vier Jahren konnte sich Österreich beim prestigeträchtigen Heimrennen im Pillerseetal nicht mehr über das Podium freuen.

Zuletzt lachte Landertinger im Dezember 2010 als Zweiter mit seinen Kollegen vom Podest. Seitdem gab es für ihn in der Staffel auf seiner Heimloipe nur die Plätze fünf (2011) und vier (2012, 2013). Und auch am Freitag zum Auftakt des Weltcup-Wochenendes fehlten Landertinger im Sprint 4,6 Sekunden auf Andreas Birnbacher - er wurde Vierter. "Zum Weinen ist ein vierter Platz sicherlich nicht, eher zum Lachen", sagte Landertinger, der bei den Spielen in Sotschi zuletzt mit der Staffel Bronze und im Sprint Silber gewonnen hatte.

"Viel spannender geht's nicht"

Mesotitsch eröffnete vor 15.700 Zuschauern mit einem Nachlader im Liegendschießen und übergab mit einem Rückstand von 15,3 Sekunden auf den Führenden Johannes Thingnes Bö (NOR) als Fünfter. Simon Eder hatte gleich vier Fehlschüsse. "Ich habe mir durch die Nachlader das Leben schwer gemacht", wusste Eder, der aber in der Loipe nicht viel Zeit verlor und als Vierter übergab. "Wackelkandidat" Julian Eberhard traf stehend zweimal nicht, machte aber mit einer tollen Schlussrunde viel wieder gut und übergab ebenfalls als Vierter.

Als Schlussläufer lieferte sich "Landi", der einmal nachladen musste, ein hartes Duell mit dem Deutschen Simon Schempp, den er erst im Zielsprint besiegen konnte. Letztlich fehlten auf Norwegen nur 2,6 Sekunden, auch weil deren Schlussläufer Tarjei Bö beim letzten Schießen zitterte, dreimal nicht traf und knapp einer Strafrunde entging. "Man sieht, welches hohe Niveau derzeit in der Spitze ist. Viel spannender geht's nicht", meinte Landertinger und hoffte, am Sonntag in der Verfolgung über 12,5 Kilometer den Fluch der verflixten Vier abzulegen.

Den Sieg holte sich in überlegener Manier Russland. Maxim Zwetkow, Timofej Lapschin, Dmitri Malyschko und Anton Schipulin gewannen in 1:16:14,8 Stunden. Die Olympiasieger von Sotschi verzeichneten während des gesamten Wettkampfs nur einen Fehlschuss bei 39 Volltreffern. Zweiter wurde Frankreich. Hinter den fünften Deutschen und den sechstplatzierten Kanadiern klaffte allerdings eine Riesenlücke von 2:24 Minuten.