Erstellt am 23. März 2015, 12:13

von APA/Red

Steiermark: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Nach der Wahl ist vor der Wahl - kaum sind die steirischen Gemeinderatswahlen vorbei, gehen die Parteien in den Modus für die Landtagswahl am 31. Mai.

Der kurze Wahlkampf wird auch durch das Diktat der allseits leeren Kassen bestimmt, der "Overkill" von 2010 ist schmerzlich in Erinnerung. Die Spitzenkandidaten stehen bei fast allen Parteien fest, die Listen werden bis Mitte April erstellt.

Listenerstellung muss bis 24. April abgeschlossen sein

Die SPÖ wird als ihren Wahlkampfauftakt den 1. Mai heranziehen, die Planungen für die Veranstaltungen sind im Gange, wie aus der Landesgeschäftsführung zu erfahren war. Die Veranstaltung wird in Graz stattfinden, das Wann und Wo ist noch nicht klar.

Der eigentliche Wahlkampf mit Plakaten soll erst in den letzten drei bis vier Wochen vor der Landtagswahl stattfinden, wie auch LH und Spitzenkandidat Franz Voves angekündigt hatte. Die Listenerstellung muss spätestens am 24. April abgeschlossen bzw. bei der Landeswahlbehörde eingereicht sein.

Bei der steirischen Volkspartei sind die Dinge "noch im Fluss", wie es aus der Landesparteileitung zur APA hieß. Die Bezirke nominieren die Kandidaten, Spitzenkandidat Hermann Schützenhöfer steht ja seit 5. März fest. An Ort und Zeit des Wahlkampfauftaktes wird noch gefeilt, die eigentliche Wahlauseinandersetzung mit Start der Plakatkampagne soll rund drei Wochen vor der Wahl erfolgen - auch, um Kosten zu sparen.

Die FPÖ analysiert in einem Landesparteivorstand am Montag ihre Zugewinne bei den Gemeinderatswahlen. In den kommenden Wochen erstellen dann die Bezirksorganisationen ihre Listen, die weiter in Wahlkreissitzungen zusammengeführt werden, wie aus dem Büro von Spitzenkandidat Mario Kunasek zu hören war.

Über Wahlkampfauftakt und Plakate wollte man noch nichts Näheres sagen, das soll am Dienstag bei einem Pressegespräch in Graz folgen. Von der Präsenz von Bundesparteichef Heinz-Christian Strache beim Wahlkampf in der Steiermark kann man ausgehen.

KPÖ plant Wahlkampfauftakt auch am 1. Mai

Die KPÖ plant wie die SPÖ standesgemäß ihren Wahlkampfauftakt am Tag der Arbeit, dem 1. Mai. Der Mai-Aufmarsch soll ab 10.30 Uhr vom Südtiroler Platz über eine noch nicht festgelegte Route zum Hauptplatz führen, den man sich laut einem Landtagsklub-Sprecher "reserviert" hat.

Üblicherweise gab es nach der 1. Mai-Feier das Volkshausfest in der Lagergasse, nun wird am Hauptplatz "gefeiert". Die Grazer Wahlkreiskonferenz soll am 10. April stattfinden, denn in Graz müssen alle Parteien das entscheidende Grundmandat holen. Die Landesliste soll am 18. April feststehen.

Die steirischen Grünen mit Spitzenkandidat LAbg. Lambert Schönleitner haben als einzige Partei bisher ihre Listenerstellung abgeschlossen, hieß es auf Anfrage. Der Wahlkampfauftakt dürfte Mitte April erfolgen, eine größere Veranstaltung werde es in Graz geben.

Die NEOS legen in ihrem Nominierungskonvent am Samstag in Graz in einer Abstimmung fest, ob die Kandidaten zum Vorwahlverfahren zugelassen werden. Die Nominierungsfrist endet heute, Montag, um Mitternacht. Am Sonntag gibt es dann das Online-Bürgervoting, am 9. April das Landesteam-Voting und am 11. April soll die Landesliste mittels Abstimmung der Mitgliederversammlung feststehen.

Team Stronach ist noch mit Kandidatensuche beschäftigt

Der Wahlkampftakt und weitere Veranstaltungen sind noch diese und kommende Woche in Planung, hieß es gegenüber der APA, Parlamentsklubchef Matthias Strolz werde in die Steiermark kommen. Das Team Stronach ist noch mit der Kandidatensuche - auch per Inseraten - beschäftigt, lediglich Spitzenkandidat Wolfgang Auer steht fest.

Viel Zeit bleibt nicht mehr: Für die vorgezogene Stimmabgabe vor dem Wahltag am 31. Mai richtet jede der 286 steirischen Kommunen plus Graz am neunten Tag vor dem Wahltag, also Freitag, 23. Mai eine Wahlbehörde ein.

Diese muss Wählern zumindest in der Zeit von 17.00 bis 19.00 Uhr zur Verfügung stehen. Städten mit eigenem Statut können dazu mehr als ein Wahllokal einrichten. Wahlkarten dürfen von diesen Wahlbehörden nicht entgegengenommen werden. Eine Stimmabgabe per Wahlkarte ist nur am eigentlichen Wahltag oder mittels Briefwahl möglich.