Erstellt am 06. Oktober 2016, 14:24

Österreicher stellen Nothilfe sehr gutes Zeugnis aus. Die Österreicher stellen der Nothilfe ein sehr gutes Zeugnis aus. Dies gelte insbesondere bei medizinischen Notfällen, Verkehrs- oder Alpinunfällen.

Das Vertrauen u.a. in Blaulichtorganisationen ist groß  |  APA (Archiv/Gindl)

Ausbaufähig sei der Verbrechensbereich wie Einbrüche, Überfälle oder Diebstahl. Das ergab eine Online-Umfrage im Auftrag des ÖAMTC. Präsentiert wurden die Ergebnisse beim Symposium des Clubs zum Thema "Nothilfe im Wandel" am Donnerstag in Wien.

Das Institut Public Opinions Stategies von Peter Hajek befragte im September 1.000 Österreicher ab 16 Jahren. Demnach genießen ehrenamtliche Helfer ein hohes Ansehen, ihnen wird sogar mehr vertraut als staatlichen Institutionen. Freiwilligen und Ehrenamtlichen schenken 83 Prozent sehr großes Vertrauen, staatlichen Organisationen 71 Prozent. Privaten Unternehmen vertrauen im Bereich Nothilfe nur knapp mehr als die Hälfte der Bevölkerung.

Außerdem gaben rund neun von zehn Österreichern an, dass Nothilfe ohne freiwillige Helfer nicht funktionieren würde. Gleichzeitig finden es 57 Prozent der Befragten problematisch, wenn der Staat Nothilfe zunehmend an Private und Freiwillige auslagert. "Ich würde mir wünschen, dass es der Staat Freiwilligenorganisationen nicht unnötig schwer macht", sagte der Organisator der Freiwilligenmesse, Michael Walk, bei einer Podiumsdiskussion.

Sieben Prozent der Befragten sind dauerhaft im Rahmen einer Organisation freiwillig tätig, bei den Unter-30-Jährigen sind es elf Prozent. Punktuell im Rahmen einer Krisensituation, wie beispielsweise in der Flüchtlingshilfe, engagieren sich fünf Prozent der Österreicher. Knapp ein Drittel ist bei der Freiwilligen Feuerwehr, ein Viertel beim Roten Kreuz, 15 Prozent engagieren sich bei der Caritas. Ebenfalls 15 Prozent gaben auch an, dass sie im nächsten halben Jahr in der Freiwilligenarbeit tätig werden wollen.