Erstellt am 06. Januar 2015, 14:39

Lawine in Vorarlberg tötete 48-jährigen Italiener. Ein 48-jähriger Italiener ist am Montag bei einer Skitour in Gargellen (Montafon) von einer Lawine erfasst und getötet worden. Der Mann war am Abend nicht von seiner Tour zurückgekehrt, woraufhin eine Suchaktion eingeleitet wurde.

Am Dienstag konnte der 48-Jährige schließlich nur noch tot geborgen werden, teilte die Polizei mit. Der Italiener brach am Montag gegen 10.00 Uhr allein in Richtung Madrisajoch auf, kam am Abend aber nicht mehr in seiner Unterkunft an. Bergrettung und Alpinpolizei starteten nach Bekanntwerden der Abgängigkeit sofort eine Suchaktion, auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Nachdem die Suche in der Nacht abgebrochen werden musste, wurde sie Dienstag früh fortgesetzt. Dabei wurde die Leiche des 48-Jährigen schließlich entdeckt.

Bei Fügenberg im Tiroler Zillertal wurden am Dreikönigstag mehrere Tourengeher von einem Schneebrett erfasst. Die Wintersportler hätten sich selbst befreien können und das Unglück überlebt, berichtete die Polizei.

Das Unglück ereignete sich im freien Skiraum in den Tuxer Voralpen. Nähere Informationen über Identität der Verunglückten und den genauen Hergang waren zunächst nicht bekannt. Die Alpinpolizei war am Nachmittag auf dem Weg zum Unglücksort.

Lawinen-Abgänge auch in Salzburg

Im Bundesland Salzburg gingen innerhalb kürzester Zeit zwei Lawinen ab. In Obertauern traten zwei Variantenfahrer selbst ein Schneebrett los. Beide wurden nicht verschüttet, einer erlitt allerdings einen Beinbruch. Und am Kitzsteinhorn bei Kaprun ging ebenfalls eine Lawine ab, dort gab es laut Bergrettung keine Verschütteten.

In Obertauern waren zwei Männer um etwa 11.30 Uhr im Bereich des Hundskogels im freien Gelände unterwegs. Sie fuhren in eine relativ steile Rinne ein und traten dabei ein Schneebrett los, berichtete der Einsatzleiter der Bergrettung, Christian Binggl, im APA-Gespräch. Beide Wintersportler wurden mitgerissen, zum Glück aber nie völlig verschüttet. Einer der beiden, ein etwa 35-jähriger Deutscher, erlitt bei dem Unfall allerdings einen Unterschenkelbruch, so der Bergretter. Der Zweite blieb seinen Angaben zufolge unverletzt. Dieser holte auch Hilfe.

Lawinenalarm gab es ungefähr zur selben Zeit auch vom Kitzsteinhorn bei Kaprun. Dort hatte gegen 11.30 Uhr eine Gruppe im freien Gelände oberhalb der Kristallbahn einen Hang gequert und dabei vermutlich das Schneebrett losgetreten. Die Lawine hatte eine Breite von rund 30 Metern und eine Länge von etwa 150 Metern. Die Anrisskante war einen Dreiviertel Meter hoch.