Erstellt am 02. April 2015, 09:49

von APA/Red

Lawinengefahr in Tirol und Vorarlberg bleibt kritisch. Die Lawinensituation in Tirol und Vorarlberg bleibt laut den Experten des Landes kritisch. Die Gefahr wurde am Donnerstag in Tirol verbreitet als erheblich eingestuft, gebietsweise erreichte sie Stufe "4" der fünfteiligen Gefahrenskala.

Neuschnee und Sturm hielten die Lawinengefahr auch in Vorarlberg am Donnerstag oberhalb von 2.000 Metern regional bei groß (Stufe "4").

Hauptgefahr ging von Triebschneeansammlungen an

Die Hauptgefahr ging weiterhin vor allem von frischen Triebschneeansammlungen aus, die derzeit aufgrund des starken Windes ständig neu gebildet werden. Wegen der tiefwinterlichen Temperaturen seien diese sehr spröde, hieß es. Sie könnten schon durch geringe Zusatzbelastung als Lawine ausgelöst werden.

Gefahrenstellen waren in steilen Hängen aller Richtungen zu finden. Weiterhin seien auch Fern- und Selbstauslösungen möglich. Falls ausgelöste Lawinen bis in die Altschneedecke durchreißen, können sie auch größere Ausmaße erreichen.

"Kritische Neuschneemenge" könnte überschritten werden

Insbesondere in den neuschneereichen Regionen (Silvretta, Arlberg/Außerfern, Nordalpen) könne heute die "kritische Neuschneemenge"überschritten werden. Dann müsse man mit erhöhter Lawinenaktivität rechnen, so die Experten. Vereinzelt könnten Lawinen dann auch exponierte Verkehrswege gefährden.

Die Tourenmöglichkeiten seien stark eingeschränkt, warnten die Experten. Auch in den kommenden Tagen werde die Situation unverändert kritisch bleiben.

Lawinensituation als erheblich beurteilt (Stufe 3)

Verbreitet wurde in Vorarlberg die Lawinensituation als erheblich beurteilt (Stufe 3). Skitouren und Freeriden seien sehr stark eingeschränkt, betonte Andreas Pecl vom Lawinenwarndienst. Schneebrettlawinen könnten leicht ausgelöst werden.

Als Gefahrenstellen nannte Pecl vor allem Steilhänge, Rinnen und Mulden oberhalb der Waldgrenze. Umfang und Verbreitung dieser Risikogebiete würden im Laufe des Tages noch zunehmen. Seit Mittwoch habe es in den Vorarlberger Bergen 40 bis 60 Zentimeter geschneit, lokal sogar noch mehr. Die Verbindung zur Altschneeoberfläche sei oft nur mäßig bis schwach.