Erstellt am 26. Januar 2015, 13:14

Kein Beweis für tödliche Verbrühung im Fall Leonie. Ende Oktober 2014 war die zweijährige Leonie mit schweren Brandwunden am Rücken ins Wiener SMZ Ost eingeliefert worden. Dort starb sie nach zwei Wochen intensivmedizinischer Behandlung. L

aut dem nun vorliegenden gerichtsmedizinischen Gutachten besagt, dass das Kleinkind nicht durch die Verbrühungen sondern, möglicherweise an den Folgen einer medikamenteninduzierte Schädigung der Leber starb.

Ein unmittelbarer ursächlicher Zusammenhang zwischen den erlittenen Verbrühungen und dem Ableben des Mädchens ist demnach "nicht erweisbar", heißt es in der Expertise. Dem 26 Jahre alten Vater war ursprünglich vorgeworfen worden, das Kleinkind im Zug einer erzieherischen Maßnahme mit heißem Wasser abgeduscht zu haben, in Medienberichten war von "Strafdusche" die Rede.

Dem Gutachten zufolge waren die Verletzungen, die Leonie dabei davontrug, jedoch nicht lebensbedrohlich. Es sei "nicht auszuschließen", dass die Kleine an den Folgen einer medikamenteninduzierte Schädigung der Leber starb, heißt es.