Erstellt am 12. Februar 2015, 12:35

von APA Red

Lehrer wegen Matura-Panne verärgert. Verärgert über die Probleme beim Hochladen der vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) im Zuge der Matura sind die AHS-Lehrer.

"Das war völlig unnötig und hat zu enormer Unruhe geführt", meinte der Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft, Eckehard Quin, zur APA. Natürlich seien diverse kleine Probleme bei der neuen Matura unvermeidlich - eine Überlastung des Servers dürfe aber nicht passieren.

Auch Lehrer hatten Probleme

Anders als vom Bildungsministerium zunächst kommuniziert hätten nicht nur Schüler, die zu große Datenmengen auf die Genehmigungs-Datenbank des Ministeriums hochladen wollten, Probleme gehabt, zeigen zahlreiche der APA vorliegende Mails von Lehrern und Direktoren. Auch die Pädagogen selbst hatten Dienstag und Mittwoch keinen Zugriff. Zum Teil sei nicht einmal die Seite erreichbar gewesen.

Andere Lehrer scheiterten dann beim Einloggen in die Datenbank, weitere beim Abrufen der Plagiatsscan-Ergebnisse der VWA. Die Plagiatsüberprüfung ist auch der Hauptgrund, warum die Arbeiten hochgeladen werden müssen.

Damit die Schulen die nötige Software nicht selbst organisieren müssen, läuft der Plagiats-Check über die Online-Plattform. Die Lehrer erhalten dann die Ergebnisse und lassen diese Resultate in ihre Beschreibung der Arbeit einfließen (die Benotung erfolgt erst nach der Präsentation und Diskussion der VWA, Anm.).

Die insgesamt rund 20.000 AHS-Maturanten müssen ihre VWA bis zum Ende der ersten Schulwoche nach den Semesterferien abgeben. Das ist für die knapp 9.000 Matura-Kandidaten in Wien und Niederösterreich morgen, Freitag, der Fall. Die anderen Bundesländer folgen entsprechend ihrer Semesterferien-Staffelung.

Am Mittwoch Abend waren laut Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) knapp 3.000 VWA hochgeladen. Für die Wahrung der Frist reicht nun auch die Abgabe in gedruckter und elektronischer Form (etwa per Mail oder USB-Stick) direkt an der Schule aus. Beim Hochladen gibt es außerdem Infos, wie die Daten komprimiert werden können.

Am Donnerstag Vormittag war zumindest die Seite der Genehmigungs-Datenbank problemlos erreichbar.