Erstellt am 02. Juli 2014, 12:31

Leiche nach Bluttat identifiziert. Bei dem Toten, der in Ungarn nahe der österreichischen Grenze ausgegraben wurde, handelt es sich um jenen 16-jährigen Kärntner, der in der Nacht des 22. Juni von seinem gleichaltrigen Bekannten in Graz erschossen worden sein soll.

Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Hansjörg Bacher, am Mittwoch sagte, sei die Identifizierung über den Abgleich äußerer Merkmale und Fingerabdrücke erfolgt.

"Die Identifizierung ist hundertprozentig", so Bacher. Wie die gerichtsmedizinische Obduktion darüber hinaus ergeben habe, sei der Jugendliche durch einen Kopfschuss gestorben. Ein Projektil wurde gefunden, das nun einer ballistischen Untersuchung unterzogen werde. Diese Erkenntnisse bestätigten die bisher vom mutmaßlichen Täter gemachten Angaben zur Tötung des Kärntners.

Der 16-jährige Grazer hatte - laut Medienberichten - weiters behauptet, er sei von dem Bekannten mit vorgehaltener Waffe gezwungen worden, ein 14-jähriges Mädchen zu vergewaltigen. Er habe, um dieses zu befreien, zum Kleinkalibergewehr des Großvaters gegriffen. "Das ist eine Version", so die bisherige Einschätzung der Staatsanwaltschaft.

Für das Gesamtbild sei die Zeugenaussage des traumatisierten und noch in psychiatrischer Behandlung befindlichen Vergewaltigungsopfers von Bedeutung. Die 14-Jährige ist aber offenbar immer noch nicht vernehmungsfähig. Über weitere Einvernahmen des - ebenfalls verhafteten - Großvaters und der Mutter des mutmaßlichen Täters bzw. Ermittlungsergebnisse zu Personen, die bei der Beseitigung der Leiche und der Vertuschung der Tat geholfen haben könnten, gab es seitens der Anklagebehörde keine neuen Informationen.