Erstellt am 18. August 2014, 17:41

von APA/Red

Leichenfund im Bodensee geklärt. Eine Obduktion in München hat ergeben, dass es sich bei dem vergangenen Donnerstag gefundenen Toten um jenen Mann handelt, der im Verdacht steht, im April einen Banker in Liechtenstein erschossen zu haben.

Angeordnet wurde nun noch die Auswertung des DNA-Profils. Die Leiche dürfte sich schon seit Monaten im Wasser befunden haben. Gesicherte Aussagen zum genauen Todeszeitpunkt sowie zum Tatort seien derzeit nicht möglich, erklärte die Polizei. Die Ergebnisse der endgültigen Untersuchungen der deutschen Behörden werden kommende Woche erwartet.


Ein Fischer hatte die österreichische Seepolizei am Donnerstagvormittag auf die im deutschen Teil des Bodensee treibende Leiche aufmerksam gemacht. Schon nach der Bergung war vermutet worden, dass es sich um den mutmaßlichen Mörder handelt. Die daraufhin eingeleitete Untersuchung durch das rechtsmedizinische Institut der Ludwig Maximilians-Universität München brachte nun Gewissheit.

Spur des Täters endete am Rhein

Bei dem Mord handelte es sich um einen der aufsehenerregendsten Fälle der Liechtensteiner Kriminalgeschichte. Jürgen Frick, Chef der Bank Frick, war im April in der Garage seines Bankhauses in Balzers mit drei Schüssen ermordet worden. Als Täter verdächtigt wurde Jürgen Hermann, der früher selbst als Fondsmanager gearbeitet hatte. Er machte die Bank Frick für den Ruin seiner Investmentfirma mitverantwortlich.

Die Spur des mutmaßlichen Täters endete am Rhein im Gebiet von Ruggell. Man fand unter anderem einen Pass mit handschriftlichen Notizen, die als Abschiedsbrief und Geständnis gewertet wurden. Zudem wurde Hermanns Jacke entdeckt, an der Schmauchspuren gefunden wurden, was als weiteres Indiz für einen Selbstmord diente. Eine wochenlange Suche nach dem Mann vor allem im Bodensee war erfolglos geblieben.