Erstellt am 13. April 2014, 16:29

Libyscher Übergangsregierungschef tritt zurück. Der libysche Übergangsregierungschef Abdullah al-Thinni hat am Sonntag seinen Rücktritt angekündigt.

Als Grund dafür nannte Thinni einen am Samstag auf ihn und seine Familie verübten Anschlag. Die Regierungsgeschäfte werde er bis zur Ernennung seines Nachfolgers weiterführen, hieß es in der Erklärung.

Übergangsregierungschef als Opfer "heimtückischer Attacke"

In dem an den Nationalkongress gerichteten Brief erklärte Thinni, dass er und seine Familie Opfer einer "heimtückischen Attacke" geworden seien und er diese Gewalt nicht akzeptieren könne. "Ich will nicht, dass wegen dieses Postens ein Tropfen libyschen Blutes vergossen wird", so Thinni.

Das Parlament hatte dem früheren Verteidigungsminister erst diese Woche den Auftrag erteilt, sein Kabinett umzubilden. Noch vor dem Sommer sollen in Libyen Neuwahlen stattfinden. Thinni folgte auf den Übergangsregierungschef Ali Zeidan, der im vergangenen Monat vom Parlament per Misstrauensvotum gestürzt worden war.