Erstellt am 04. Dezember 2014, 15:33

von APA/Red

Lindsey Vonn kehrt nach 349 Tagen zurück. Der Weltcup der Ski-Damen in Lake Louise steht im Zeichen des Comebacks von Lindsey Vonn. Der US-Superstar bestreitet nach überstandenem Kreuzbandriss die ersten Rennen seit 349 Tagen.

Im Schatten der Vonn-Rückkehr wollen Österreichs Damen ihren Erfolgslauf zu Beginn des WM-Winters fortsetzen. Am Freitag und Samstag stehen Abfahrten auf dem Programm, am Sonntag folgt ein Super-G.

"Super, dass sie wieder da ist", meinte die Salzburgerin Anna Fenninger angesichts des Vonn-Comebacks. Mit einem Schmunzeln fügte die Gesamtweltcupsiegerin hinzu: "Es wird ein ganz schönes Tamtam gemacht, wir sind auf einmal wieder interessanter." Nicole Hosp strich die Bedeutung von Stars a la Vonn für den gesamten Skisport hervor. "Klar braucht man so jemanden wie Lindsey. Sie ist ein Unikum und bringt und treibt unseren Sport voran", sagte die Tirolerin.

Vonn selbst gab sich eher zurückhaltend und meinte: "Es wäre natürlich ein Traum, aufs Podest zu fahren. Aber im ersten Rennen werde ich schauen, wo ich stehe. Und im zweiten und dritten Rennen möchte ich dann mehr angreifen."

"So einen positiven Stress liebt man"

Während die 30-Jährige ihr erstes Rennen seit der Abfahrt in Val d'Isere am 21. Dezember 2013 bestreiten wird, hat die ÖSV-Truppe in der noch jungen Saison bereits ordentlich abgeräumt. In bisher vier Rennen gab es dank Fenninger (Sölden-Riesentorlauf), Eva-Maria Brem (Aspen-Riesentorlauf) und Hosp (Aspen-Slalom) bereits drei rot-weiß-rote Siege zu feiern.

Hosp hatte nach ihrem Sieg in Aspen, dem ersten im Weltcup seit 13. Jänner 2008, einiges um die Ohren. "Es war ganz schön stressig, aber so einen positiven Stress liebt man. Ich bin derzeit einfach überglücklich", meinte Hosp, die auch in den Speed-Rennen voll angreifen möchte. "Der Umstieg von den kurzen auf die langen Ski wird mir keine Probleme bereiten. Bis zu den Rennen werde ich gut erholt und gut vorbereitet sein", sagte die Super-G-Dritte von Olympia 2014 in Sotschi.

Fenninger fühlt sich zwar nach wie vor im Riesentorlauf, in dem sie acht ihrer bisher neun Weltcup-Siege gefeiert hat, am wohlsten. In der Abfahrt hat sie aber in den vergangenen Saison mit zweiten Plätzen in Altenmarkt und Crans Montana ebenfalls bereits ganz oben angeklopft. "Der Riesentorlauf ist mein Favorit, aber die Abfahrt hat sich zuletzt stark bei mir eingeschleimt. Und zwar deshalb, weil es in der Abfahrt immer besser funktioniert."

"Kenne die Strecken immer besser"

Als Hauptgrund dafür sieht die 25-Jährige die Jahr für Jahr größer werdende Erfahrung, die vor allem in der Abfahrt den Unterschied ausmachen kann. "Ich habe viele Erfahrungen gemacht, durch die ich mich in der Abfahrt weiterentwickelt habe. Ich kenne die Strecken immer besser und weiß, in welchen Passagen die Rennen entschieden werden", erklärte Fenninger.

Nicole Schmidhofer ist überzeugt, dass sich Österreichs Damen auch in Lake Louise in Hochform präsentieren werden. "Ich freu mich irrsinnig, dass es mit den Speed-Rennen losgeht. Wir haben ein sehr starkes Team, das sehr eng beisammen liegt. Das pusht uns irrsinnig nach vorne", sagte die Steirerin.