Erstellt am 31. Juli 2014, 19:09

von APA/Red

Linzer Kaserne rückt als "Zwischenlösung" näher. Die Hillerkaserne in Linz-Ebelsberg ist am Donnerstag als "Zwischenlösung" zur Unterbringung von Asylwerbern vom Innenministerium näher gerückt.

Nach einer Besichtigung durch Beamte von Innen- und Verteidigungsministerium wurde das Objekt als geeignet eingeschätzt. Scheitern könnte das Vorhaben am Linzer Bürgermeister.

Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) hatte die Liegenschaft des Bundesheeres, die in den kommenden Jahren verkauft werden soll, ins Rennen gebracht, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) umgehend Interesse angemeldet. Probleme dürfte es nach einer ersten Besichtigung Donnerstagnachmittag nicht geben: Jene Räume, die noch militärisch genutzt werden und etwa Waffen beherbergen, könnten räumlich abgetrennt, ein eigener Zugang für die Asylwerber eingebaut werden.

Innenministerium muss nun Kosten einschätzen

Nun muss das Innenministerium einzuschätzen, wie die Umsetzung konkret aussehen kann und welche Kosten dafür anfallen. Man werde in den kommenden Tagen die Details prüfen, hieß es dort. Auch die behördlichen Genehmigungen muss man dort einholen, was sich als schwierig erweisen könnte.

Der Linzer Bürgermeister Luger lehnte nämlich auch am Donnerstag eine Unterbringung von Flüchtlingen in der Kaserne Ebelsberg weiter ab. Die Flächenwidmung würde eine Wohnnutzung - auch übergangsweise für Asylwerber - verbieten.

Auch andernorts war man bundesweit damit beschäftigt, notwendige Plätze für Asylwerber zu suchen. So schaffte das Land OÖ eine Übergangslösung für deren Notunterbringung von Asylwerbern: In der kommenden Woche werde man 100 Personen aus Erstaufnahmezentren des Bundes übernehmen und diese bis Ferienende in Internaten von Landesfachschulen unterbringen.

Die burgenländische Landesregierung beschloss zudem, dass sich das Land am Ankauf des Kasernenareals Oberwart beteiligt. Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) hatte zuvor in der Asyl-Debatte vorgeschlagen, die beiden leer stehenden Kasernen in Oberwart und Pinkafeld zu kaufen.

Auch die diözesanen Caritasverbände erheben und prüfen für Asylsuchende zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten im kirchlichen Bereich. Vor allem in jenen Diözesen, wo die Bundesländer die geltenden Quoten zur Unterbringung von Asylwerbern nicht erreichen, sei man derzeit auf Suche nach brauchbaren Quartieren, sagte Caritas-Österreich-Generalsekretär Bernd Wachter zur "Kathpress".