Erstellt am 20. Juni 2014, 19:16

Luftraumüberwachung "auslagern"?. Die Sparvorgaben für das Bundesheer zwingen den Generalstab zu weiteren Einsparungsüberlegungen.

Künftig könnten auch Nachbar-Luftwaffen Einsätze in Österreich fliegen, um die teuren Eurofighter-Flüge weiter kürzen zu können. Im Zuge der "angepassten Luftraumüberwachung" sollen die Eurofighter-Flugstunden radikal minimiert werden. So könnte der Flugbetrieb auf die normalen Bürozeiten von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr beschränkt werden. Weiter werde die Streichung der Alarmrotte (zwei einsatzbereite und bewaffnete Flieger) überlegt, dafür soll es Luftraumüberwachungseinsätze aus dem Übungsbetrieb heraus geben.

Heikler Teil des Paketes ist die internationale Kooperation. Es soll Kampfflugzeugen der Nachbar-Luftwaffen möglich gemacht werden, bei Luftoperationen in österreichisches Staatsgebiet einzufliegen.

Im Verteidigungsministerium wollte man auf APA-Anfrage nicht weiter kommentieren. Das Papier der Generäle soll Ende August/Anfang September vorliegen, so ein Sprecher. Dass sie darin die grenzüberschreitende Luftraumüberwachung vorschlagen werden, sei möglich. Schon in der Vergangenheit habe es dazu Überlegungen gegeben.

Mit Slowenien gibt es bereits einen Nachbarstaat Österreichs, der "fremdfliegen" lässt. Die ungarische Luftwaffe ist dort für das "Air Policing" im Einsatz. Auch die Schweiz hat demnach mit allen ihren Nachbarn außer Österreich entsprechende Verträge.