Erstellt am 19. Mai 2015, 13:38

Lyoness Open auch im Zeichen des Ryder Cups. Ganz im Zeichen der Ryder-Cup-Bewerbung für 2022 stehen die diesjährigen Lyoness Open von 11. bis 14. Juni im Diamond Golfclub in Atzenbrugg.

Bernd Wiesberger ist mit von der Partie  |  NOEN, APA (Archiv)

Im Rahmen des European-Tour-Turniers soll für Österreich mit dem GC Fontana als Austragungsort für den Kontinente-Vergleich geworben werden. Im Tullnerfeld indes ist alles für die diesjährige mit 1,5 Millionen Euro dotierte Veranstaltung bereit.

Für das Turnier bereits genannt haben neben Österreichs Aushängeschild Bernd Wiesberger u.a. der Däne Thorbörn Olesen, der Schotte Stephen Gallacher, der Engländer David Howell, die Spanier Jose Maria Olazabal und Rafael Cabrera-Bello sowie Titelverteidiger Mikael Lundberg aus Schweden. Die Nennfrist endet am 28. Mai und damit erst zwei Wochen vor Turnierbeginn und nicht wie üblich drei Wochen vorher. Damit können die Spieler auch die Europa-Qualifikation für die US Open noch abwarten.

Strategie der "jungen Wilden"

Mit der Vertragsverlängerung mit Titelsponsor Lyoness bis 2019 wurde auch das Preisgeld um 500.000 Euro auf 1,5 Millionen angehoben. Damit wird das Turnier für Spitzenspieler noch interessanter. Auch wenn namhafte Akteure für die Zuschauerbindung wichtig sind, so will man weiterhin die Strategie der "jungen Wilden" fahren, wie es Ali Al-Khaffaf, der Geschäftsführer der veranstaltenden Golf Open Event GmbH, auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien nannte. "Wir wollen auch jene Spieler, die sich dann vielleicht beim nächsten Major den Siegerscheck abholen."

Laut Al-Khaffaf hat es im Golfclub Atzenbrugg einige Neuerungen gegeben, so auf den Bahnen 9, 16 und 17, um das Spiel zu erschweren und zugleich etwas Schönes für das Auge zu tun, aber auch in der Infrastruktur. Ein neues Appartementhotel wurde eröffnet und war binnen weniger Minuten ausgebucht. In der neu erbauten Caddybox wird das Medienzentrum errichtet.

Clubhaus für alle Zuschauer zugänglich

Das Clubhaus ist heuer während der Veranstaltung für alle Zuschauer zugänglich. Lob gab es nach einer Besichtigung auch für die Greenkeeper, dem Platz wird "Topzustand" bescheinigt. "Jetzt braucht es nur noch Bernd, der in einer guten Form ist", meinte Österreichs Verbands-Generalsekretär Robert Fiegl.

Wiesberger schlägt ab Donnerstag bei der PGA-Championship in Wentworth ab, in einem schriftliches Statement meinte er zum Niederösterreich-Turnier: "Nach dem zweiten Platz im Vorjahr will ich heuer wieder angreifen und versuchen, meinen zweiten Heimsieg auf der European Tour zu feiern. Bei den Turnieren zuletzt in den USA konnte ich viel Erfahrung sammeln, das wird mir auch in Atzenbrugg zugutekommen." Er freue sich auf das Antreten vor Heimpublikum und in einem starken Teilnehmerfeld. Turnier-Botschafter Wiesberger wirbt bei seinen internationalen Mitstreitern übrigens auch selbst für Atzenbrugg.

Ryder Cup: "Werden die Chance nützen"

In Sachen Ryder Cup sieht man sich gut auf Kurs. Die vergangenen Auflagen der Open, die - mit Hilfe der Lyoness-Stiftung "greenfinity" - Bemühungen, den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern (seit 2012 um 40 Prozent pro Person) und die ÖGV-Nachwuchsaktion "Hello Juniors" (in vielen Clubs zahlen Kinder keine Beiträge sowie keine Platzgebühr) könnten laut der handelnden Personen in der Bewerbung eine entscheidende Rolle spielen. Die Kommission habe dies alles wohlwollend zur Kenntnis genommen, hieß es am Dienstag.

Auf dem Gelände des Diamond GC wird während des Turniers ein Pavillon aufgestellt, in dem sich der Golf-Fan in Wort, Bild und auf Video Informationen über den Ryder Cup holen kann. Außerdem wird die Geschichte des Golfsports in Österreichs dargestellt. "Und wir werden die Chance auch nützen, die Bewerbung Austria 2022 entsprechend zu promoten und viele Gespräche führen", meinte Fiegl.

Die Open bleiben zuschauerfreundlich. Donnerstag und Freitag ist der Eintritt frei, für Unter-18-Jährige gilt dies an allen vier Tagen. Am Wochenende zahlen Erwachsene pro Tag 20 Euro, das Kombiticket kostet 30. Aus Graz, Salzburg und Wien fahren auch im Sinne des Umweltgedankens Shuttlebusse. Insgesamt 25.000 Zuschauer erhofft man sich. Informationen gibt es unter .