Erstellt am 18. September 2015, 18:07

Mann durch Schuss getötet: Beschuldigter sprach von "Unfall". Bei dem Kopfschuss, durch den in der Nacht auf Freitag ein 42-jähriger Mann in einer Wohnung in Wien-Währing getötet wurde, soll es sich um einen "Unfall" gehandelt haben.

 |  NOEN, APA (Archiv/Hochmuth)

 Der beschuldigte 44-Jährige gab in seiner Einvernahme an, dass er den 42-jährigen "in keiner Weise verletzen wollte", berichtete Polizeisprecher Paul Eidenberger. Die genauen Umstände des Todes waren noch unklar. Der 44-jährige Besitzer der Waffe wurde stark alkoholisiert festgenommen. Er hatte in der Nacht die Polizei gerufen und von einem Unfall gesprochen.

Die beiden Stiefbrüder, die sich bereits seit über 30 Jahren kannten, hatten den Abend in der Wohnung in der Wallrißstraße verbracht. Der 44-Jährige führte dem anderen Mann laut Polizei die Pistole vor, die er legal besessen hatte. Bisher stehe lediglich fest, dass der 42-Jährige von einem Projektil in den Kopf getroffen wurde.

Ob es sich um einen Unfall oder Vorsatz handelte, beziehungsweise ob Eigen- oder Fremdverschulden vorliegt, war noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Tatwaffe wurde sichergestellt und soll von Kriminalisten untersucht werden. Weitere Schüsse wurden aus der Pistole nicht abgegeben.

Laut der Tageszeitung "Österreich" soll es sich bei den beiden Männern um hochrangige Banker handeln, einer von ihnen saß im Vorstand einer Privatbank. Das wollte die Polizei nicht bestätigen.