Erstellt am 11. September 2015, 14:13

von APA Red

Mann wollte Frau helfen: Bei Messerattacke getötet. Eine nächtliche Messerstecherei in der Nähe des Praterstern in Wien-Leopoldstadt ist letztlich tödlich ausgegangen.

 |  NOEN, APA (Archiv/Hochmuth)

Ein 37-jähriger Mann ist Freitag früh seinen Verletzungen erlegen, die ihm bei der Attacke in der Nacht zugefügt worden waren. Auch sein 35-jähriger Kompagnon wurde schwer verletzt. Die Täter, ebenfalls zwei Männer, ergriffen die Flucht.

Die Geschehnisse hatten sich laut Polizeisprecherin Michaela Rossmann kurz nach Mitternacht in der Nordbahnstraße, etwa 150 Meter vom Praterstern entfernt, abgespielt. Der 37-Jährige und sein 35-jähriger Bekannter - beide kommen aus Algerien - beobachteten eine verbale Auseinandersetzung zwischen einer 29-jährigen Frau und zwei anderen Männern. Sie kamen ihr zu Hilfe, worauf der Streit handgreiflich wurde.

Es gab eine wüste Schlägerei in der Nordbahnstraße. Die unbekannten Kontrahenten dürften im Zuge der Rauferei zumindest ein Messer gezückt und damit ihre Widersacher attackiert haben. Der 37-Jährige wurde schwerst verletzt in ein Krankenhaus gebracht, auch sein Freund erlitt schwere Verletzungen. In der Früh starb der ältere der beiden.

Rossmann zufolge war es zunächst unklar, ob Messerstiche für den Tod des Mannes verantwortlich waren oder ob er von den Kontrahenten erschlagen wurde. "Das muss eine Obduktion klären", sagte die Polizeisprecherin. Ebenso im Dunkeln lag das Motiv für die Auseinandersetzung. Der Bekannte war bisher aufgrund seiner Verletzungen nicht einvernahmefähig. Auch die 29-Jährige konnte bisher, vermutlich wegen Drogenmissbrauchs, nicht einvernommen werden. Die Verdächtigen entkamen zunächst unerkannt.

Rossmann appellierte, bei Interventionen unbedingt vorsichtig zu sein und das Risiko für die eigene Gesundheit genau einzuschätzen. Die Polizei wolle nicht, dass man das eigene Leben gefährde. Es gelte der Grundsatz "Beobachten - Merken - Melden". Die Polizeisprecherin bekräftigte auch, dass der Praterstern nicht grundsätzlich gefährlich sei. Es gebe eine sehr hohe Präsenz von Exekutivbeamten.