Erstellt am 29. August 2015, 21:14

Mattersburg entzauberte zehn Rapidler. Die Serie von 18 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage ist für Spitzenreiter Rapid Wien am Samstag in der 7. Runde gerissen.

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Die Wiener mussten sich nach einem frühen Ausschluss von Goalie Richard Strebinger zu Hause gegen Mattersburg 2:4 geschlagen geben. Neuer erster Verfolger ist die Wiener Austria nach einem 1:0-Erfolg bei der Admira. Der SV Grödig feierte gegen Ried einen 4:1-Heimsieg.

Die Serie von Rapid Wien ist in der 7. Runde gerissen. Nach 18 Spielen ohne Niederlage mussten sich die Hütteldorfer am Samstag im Ernst-Happel-Stadion Mattersburg 2:4 geschlagen geben. Vorentscheidend für das Ergebnis war die Rote Karte für Goalie Richard Strebinger nach vier Minuten. Rapid führt die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung auf die Austria an.

Mattersburg ist damit das erste Team, das Rapid im Kalenderjahr 2015 bezwingen konnte. Nach dem Ausschluss hatten die Gäste klare Vorteile und spielten sich einige Chancen heraus. In Führung ging das Team von Trainer Ivica Vastic mit einem sehenswerten Heber von Michael Perlak (39. Minute). Nach dem Seitenwechsel trafen noch Thorsten Röcher (60.), Markus Pink (62.) und Thorsten Mahrer (78.) gegen eine zunehmend löchrig werdende Rapid-Abwehr. Tore von Deni Alar (51.) und Steffen Hofmann (81.) waren für die Wiener zu wenig.

Die Admira hat in der siebenten Runde der Fußball-Bundesliga zum ersten Mal eine Niederlage hinnehmen müssen. Beim 0:1 (0:0) gegen die Wiener Austria hatte das Team von Cheftrainer Ernst Baumeister zwar die besseren Chancen, aber Alexander Gorgon avancierte mit seinem siebenten Saisontor zum Matchwinner einer wahren Hitzeschlacht.

Die Wiener traten von Beginn an dominant auf, erspielten aber wenige konkrete Torchancen, weil die Admira die Räume sehr eng machte. Gefährlich wurde es daher zunächst am ehesten nach Standardsituationen, aber weder Vanche Sikov, noch Gorgon konnten die Vorlagen von Raphael Holzhauser im Tor unterbringen (3. bzw. 12.).

Der SV Grödig hat in der siebenten Runde den zweiten Saisonsieg gefeiert. Die Salzburger gewannen zu Hause gegen eine komplett enttäuschende SV Ried 4:1. Christian Derflinger verwandelte mit einem platziertem Schuss von der Strafraumgrenze die erste Torchance des Spiels (7.) zum 1:0 für Grödig. Der Brasilianer Lucas Venuto stellte nicht viel später auf 2:0 (20.). Dieter Elsneg verkürzte für Ried kurz vor dem Pausenpfiff (45.+4). Der eingewechselte Bernd Gschweidl traf in der zweiten Hälfte zum vorentscheidenden 3:1 (72.). In der Nachspielzeit machte Thomas Reifeltshammer mit dem Eigentor zum 1:4 einen rabenschwarzen Tag der SV Ried vollkommen.

Damit gelang dem Team von Trainer Peter Schöttel zum ersten Mal seit dem Auftakt ein voller Erfolg, Ried musste hingegen gleich wieder einen Rückschlag hinnehmen. Denn die Oberösterreicher kassierten nach dem Sieg gegen Sturm Graz beim Comeback von Paul Gludovatz auf der Trainerbank gleich wieder eine Niederlage. Sie belegen mit vier Punkten weiter den vorletzten Tabellenplatz. Sollte Altach am Sonntag in Wolfsberg punkten, würde man nach der Runde gar auf den zehnten Platz abrutschen.