Erstellt am 18. Juni 2014, 02:01

Maues 1:1-Remis zwischen Russland und Südkorea. Russland und Südkorea haben sich am Dienstag (Ortszeit) in der Gruppe H der Fußball-WM 1:1 (0:0) getrennt.

Vor den Augen von Österreichs Teamchef Marcel Koller erzielten in Cuiaba die eingewechselten Alexander Kerschakow (74.) und Lee Keun-Ho (68.) die Treffer. Beim Tor der Südkoreaner patzte Goalie Igor Akinfejew im Gehäuse von Österreichs EM-Qualifikations-Gegner fürchterlich. Damit wurden bereits zehn Treffer im bisherigen Turnierverlauf von eingewechselten Akteuren erzielt. Zum Auftakt der Gruppe hatte sich Belgien gegen Algerien 2:1 (0:1) durchgesetzt. Am Sonntag folgen die Partien Belgien-Russland und Südkorea-Algerien.

Mit Russland und Südkorea stiegen die letzten zwei der 32 Teams ins Turnier ein. Und das, obwohl wenige Stunden davor Brasilien und Mexiko ihren jeweils schon zweiten Auftritt hinter sich gebracht hatten.

Die Partie war lange von Disziplin und Vorsicht geprägt. Südkoreas Son Heung-Min tankte sich einmal durch die russische Defensive, schoss aber aus 16 Metern übers Tor (10.). Die Russen, das einzige WM-Team ohne Legionär im Kader, hatten 30 Minuten offensiv gar nichts zu bieten. Dann feuerte Sergej Ignaschewitsch aus großer Distanz einen Freistoß ab, mit dem Tormann Jung Sung-Ryong Probleme hatte (31.).

Kurz kam Schwung in die Partie, Juri Schirokow (33.) bzw. Koo Ja-Cheol (34.) und Son (39.) vergaben weitere Möglichkeiten. Dennoch verabschiedeten die 36.000 Zuschauer die Akteure mit einem Pfeifkonzert in die Pause.

Die zweiten 45 Minuten begannen vergleichsweise lebhaft. Wasili Beresuzki fand für Russland eine gute Kopfball-Chance vor (46.). Russlands Goalie Akinfejew hatte Riesenglück, dass eine Serie von Unsicherheiten bei Fernschüssen von Koo (50.), Ki Sung-Yueng (51.) und Kim Youn-Gwon (57./Freistoß) zunächst ohne Folgen blieben.

Doch Akinfejews rabenschwarzer Tag setzte sich fort. Denn der kurz davor eingewechselte Lee Keun-Ho wurde nicht attackiert und versuchte aus der Distanz sein Glück. Der harmlose Schuss ging Richtung Akinfejew, der den Ball fangen wollte, ihn jedoch durch die Finger rutschen und über den Kopf hinweg ins Tor ließ (68.).

Aber auch Russlands Star-Teamchef Fabio Capello hatte ein Joker-Ass im Ärmel. Nach einem Getümmel im Strafraum war der drei Minuten davor ins Spiel gebrachte Kerschakow zur Stelle und glich zum 1:1 aus (74.). Im Finish war Russland dem Sieg etwas näher, beide Teams nahmen aber nicht mehr allzuviel Risiko in Kauf.