Erstellt am 10. September 2014, 13:43

Mehr als fünf internetfähige Geräte pro Haushalt. PC, Tablets und Smartphones - pro Haushalt tummeln sich durchschnittlich mehr als fünf internetfähige Geräte, die zugleich Angriffsziele darstellen, hieß es am Mittwoch bei einer Kaspersky-Pressekonferenz in Wien.

Der Security-Anbieter offeriert seine Produkte daher bei Bedarf für mehrere Geräte und unterschiedliche Plattformen. Mit ihrer immer größeren Verbreitung rücken Smartphones in den Fokus der Angreifer, wobei zu 99 Prozent Android-Geräte betroffen sind. Im Vorjahr wurden weltweit 2,7 Millionen Attacken durch Crypto Malware registriert, das sind neunmal so viele wie 2012, so Kaspersky-Mitarbeiter Stefan Kremel.

So sehr man die "schlauen" Handys liebt, darauf achtgeben tun nur die wenigsten: Mobiltelefone werden noch öfter verloren als Kreditkarten, Brieftaschen oder Schlüssel. Und durchschnittlich sieben mal pro Tag haben Kollegen oder Partner die Möglichkeit, auf dem oftmals ungesperrten, liegen gebliebenen Smartphone herumzuschnüffeln. Kaspersky sperrt mit einem Knopfdruck ausgewählte Kontakte, SMS, Nachrichten und Aufzeichnungen.

Vor Hackern schützen

Vor neugierigen Hackern lässt sich auch die Webcam bewahren, ohne diese etwa durch ein Pflaster zukleben zu müssen. Neben den neuen Features bietet Kaspersky wie bisher u.a. sicheres Onlinebanking, Surfen im Internet, Schutz vor Viren und Phishing sowie Diebstahl von Smartphone oder Tablet. Selbst wenn bei diesen eine neue SIM-Karte eingesetzt wird, wird die neue Nummer an den rechtmäßigen Besitzer übermittelt.

Dass die oftmals beschworenen Gefahren im Internet durchaus real sind, zeigt ein exemplarischer Fall: Laut Kaspersky-Mitarbeiter Christian Funk vom Analysis Team Germany ist es Kriminellen mit der Malware Luuuk (einer Abart von ZeuS) in kürzester Zeit gelungen, mehr als 557.000 Euro zu erbeuten - und das "steuerfrei". Die 191 Kunden einer italienischen Bank hatten sich auf Internetseiten die Malware "eingefangen". Beim Onlinebanking wurde ihnen dann eine modifizierte Seite vorgegaukelt und Gelder unrechtmäßig überwiesen. Der Schaden von mehr als einer halben Million wurde von einer einzigen Tätergruppe in nur acht Tagen angerichtet. Man kann sich vorstellen, welche Summen im gesamten Internet durch die Kriminellen lukriert werden.