Erstellt am 24. Juni 2014, 14:26

Melzer gegen Tsonga out. Der Niederösterreicher Jürgen Melzer ist am Dienstag in der ersten Runde des Grand-Slam-Turniers von Wimbledon ausgeschieden.

Anders als vor zwei Jahren ist ein vertagtes Auftakt-Einzel von Jürgen Melzer beim Tennis-Grand-Slam in Wimbledon am Dienstag für ihn negativ verlaufen. 2012 war es noch ein Fünfsatzerfolg gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka gewesen, nun folgte im fünften Duell mit Jo-Wilfried Tsonga (14) die fünfte Niederlage. Der Franzose gewann das ihm fehlende Game zu Null und siegte 6:1,3:6,3:6,6:2,6:4.

Wegen Regens und letztlich wegen Dunkelheit war die Partie am Vortag vertagt worden, nachdem Melzer in Folge eines frühen Breaks im Entscheidungssatz gegen sich einer sicheren Niederlage entgegenzusteuern schien. Die Neuansetzung kam da zur rechten Zeit, auch wegen des gesundheitlichen Zustands von Österreichs Nummer eins. In Satz vier hatte er wegen Durchfalls zweimal den Platz verlassen müssen.

Tsonga machte kurzen Prozess

Über Nacht bekam der Weltranglisten-49. seine Magen-Darm-Probleme in den Griff, um 13.00 Uhr Ortszeit war auf dem gut gefüllten Court 1 ein bekömmlicher Aperitif zum Tages-Programm zu erwarten. Letztlich dauerte das Einspielen der beiden Kontrahenten um einiges länger als die Fortsetzung der Partie. Tsonga machte die nötigen vier Punkte, den letzten mit einem Ass. Damit war der Zauber zu Ende, Melzer nach gesamt drei Stunden out.

Für Melzer ist es das erste Wimbledon-Auftaktout seit 2006. Nach einer Spielpause 2007 war er sechsmal in Folge zumindest in die zweite Runde gekommen. Im Vorjahr war der Deutsch Wagramer bei diesem Major zum zweiten Mal in seiner Karriere nach 2010 im Einzel-Achtelfinale gestanden. Damit wird er im nächsten Ranking wohl aus den Top 60 fallen und sein engerer Landsmann Dominic Thiem sicher wieder Österreichs Nummer eins werden.

Melzer ist im Tennis-Mekka noch mit dem Spanier Feliciano Lopez im Doppel engagiert. Mit den Auftaktgegnern Alex Bolt/Andrew Whittington ist das ÖTV-Ass nicht ganz zufrieden: "Wir haben eine ein wenig 'tricky' Auslosung. Das sind zwei junge Australier, die das Doppelspiel verstehen." Da Melzers Ehefrau Iveta nicht in Wimbledon spielt, war ein Mixed mit ihr kein Thema. Mit der Spanierin Anabel Medina Garrigues könnte es aber eines werden.