Erstellt am 18. April 2014, 08:18

Mercedes-Duell auch in China im Fokus. Im vierten Formel-1-WM-Lauf am Sonntag in Shanghai geht Mercedes auf den vierten Sieg los.

Lewis Hamilton könnte nach den jüngsten Erfolgen in Malaysia und Bahrain erstmals einen Hattrick schaffen, den sein deutscher Teamkollege Nico Rosberg, der die WM elf Punkte vor dem Engländer anführt, unbedingt vereiteln will. "Wir sind gerüstet, wir sind ein starkes Team", versicherte Rosberg am Donnerstag.

Gefährlich werden können die Mercedes-Fahrer derzeit nur sich selbst. "Die Lücke ist groß. Sie werden auch hier wieder stark sein, die Strecke liegt ihnen", befand Titelverteidiger Sebastian Vettel. Der deutsche Red-Bull-Pilot ist mit 38 Punkten Rückstand auf seinen Landsmann Rosberg derzeit nur WM-Sechster und nannte einen Top-Fünf-Platz in Shanghai als realistisches Ziel.

Für das Mercedes-Duo dagegen geht es nach zwei Doppelerfolgen eigentlich nur um die Frage, wer Erster oder Zweiter wird, nachdem sie in den ersten drei Rennen alle Pole Positions sowie Führungsrunden gesammelt und immer die schnellste Rennrunde gedreht haben. Das Titelrennen scheint zum Privatduell zwischen Rosberg und Hamilton zu verkommen. "Es geht darum, wer der Stärkere ist. Keine Ahnung, wer es im Moment ist", meinte Hamilton.

Rosberg: "Jedes Rennen ist wichtig, jeder Sieg, und ich will gewinnen"

Im Nacht-Spektakel in Bahrain ging es zuletzt um Zentimeter zwischen den Teamkollegen, ehe sich Rosberg widerwillig zum zweiten Mal in Serie mit Rang zwei begnügen musste. Inzwischen sei das Thema intern diskutiert worden. "Das ist doch ganz normal, dass man sich nach so einem Rennen zusammensetzt und es dann abhakt", sagte Rosberg, der den WM-Auftakt in Australien gewonnen hatte.

Nun soll am Schauplatz seines ersten Grand-Prix-Triumphs (2012) der insgesamt fünfte GP-Sieg seiner Karriere gelingen. "Jedes Rennen ist wichtig, jeder Sieg, und ich will gewinnen", betonte der 28-jährige Sohn von Keke Rosberg, der 1982 als erster Finne Formel-1-Weltmeister geworden war. Hamilton aber fühlt das Momentum auf seiner Seite. "Man versucht immer, sich diesen Vorteil zu verschaffen", erklärte der 29-jährige Champion von 2008.

Vom Kampf um die Spitze so weit entfernt wie lange nicht ist das Ferrari-Team, bei dem Stefano Domenicalis Nachfolger Marco Mattiaci in China erstmals als Teamchef gefordert ist. "Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob der Wechsel sehr gut oder sehr schlecht war", meinte Scuderia-Pilot Fernando Alonso am Donnerstag eher unterkühlt.

Schließlich sind die Probleme der Roten mit dieser Personalentscheidung längst nicht gelöst, nachdem Alonso und sein finnischer Teamkollege Kimi Räikkönen zuletzt in Bahrain als Neunter und Zehnter am Ende der WM-Punkteränge ins Ziel gekommen waren.