Erstellt am 15. Juli 2014, 10:12

Messi: "Müssen auch stolz sein". Kapitän Lionel Messi hat sich bei seiner Mannschaft für den "grenzenlosen" Einsatz bei der Fußball-Weltmeisterschaft bedankt.

"Argentinien hat wieder ein WM-Finale erreicht und unser Land dahin gebracht, wo es hingehört", schrieb der 27-Jährige am Dienstag auf Facebook. Zuvor war die Vizeweltmeister-Mannschaft in Buenos Aires von Staatschefin Cristina Fernandez de Kirchner empfangen worden.

"Wir sind alle sehr traurig, aber wir müssen auch stolz sein", schrieb Messi. Die Argentinier hatten das Endspiel am Sonntag in Rio de Janeiro mit 0:1 nach Verlängerung durch einen Treffer von Mario Götze in der 113. Minute gegen Deutschland verloren. Es war das erste Mal seit 1990, dass die Südamerikaner wieder in einem WM-Finale standen. Der letzte Titel liegt 28 Jahre zurück. Erstmals war Argentinien 1978 Weltmeister geworden.

Selbst wenn die Argentinier den WM-Pokal geholt hätten: Die Staatschefin Kirchner hätte es nicht gesehen. Kirchner räumte beim Empfang ein, keine der argentinischen WM-Partien verfolgt zu haben. "Ich habe kein Spiel gesehen, auch nicht das gestrige", sagte sie am Montag mit Blick auf das Finale vom Vortag. Kirchner hatte zuvor der Einladung von Brasiliens Regierungschefin Dilma Rousseff zum Finale abgesagt und dies mit einer Halsentzündung begründet.

An Lob für den Vizeweltmeister fehlte es der Präsidentin in ihrer Ansprache trotzdem nicht. "Ich fühlte einen immensen Stolz darüber, wie sie die Farben der Republik Argentinien verteidigten, mit Würde, Stolz, mit Können." Die Mannschaft habe "mit Pep, Leidenschaft und im Team gespielt", sagte Kirchner. Sie versicherte den Spielern, dass sie "das Argentinien-Trikot immer trage, 365 Tage im Jahr."

Eine große Willkommensfeier für den Vize-Weltmeister gab es übrigens nicht. Das Team verzichtete aus Sicherheitsgründen auf den geplanten Empfang am Obelisken in der Hauptstadt Buenos Aires. Das erklärte Stürmer Ezequiel Lavezzi in einer Nachricht via Facebook den Anhängern des WM-Zweiten.

Nach den Ausschreitungen, die es dort am Sonntag nach der 0:1-Niederlage im Finale gegen Deutschland gegeben hatte, habe "niemand weder unsere Sicherheit, noch die der Leute, die sich dort versammelten" garantieren können, schrieb Lavezzi. Die Mannschaft habe daher niemanden einer körperlichen Gefahr aussetzen wollen, erklärte der Angreifer.