Erstellt am 31. Mai 2015, 19:05

von APA/Red

Frontex-Chef spricht von "größter Flüchtlingswelle" 2015. Im Mittelmeer sind innerhalb von drei Tagen mehr als 5.000 Flüchtlinge gerettet worden - das ist ein neuer Höchstwert für dieses Jahr. "Es handelt sich um die größte Flüchtlingswelle, die wir bisher 2015 gesehen haben", erkläre Frontex-Chef Fabrice Leggeri mit Blick auf die Geretteten.

 |  NOEN, APA (epa)

Wie die EU-Grenzschutzagentur Frontex am Sonntag mitteilte, wurden Menschen aus insgesamt 25 Booten geborgen.

Fünf weitere Rettungseinsätze für insgesamt 500 Migranten waren am Sonntag zunächst noch im Gange. Im Einsatz waren neben italienischen auch deutsche, britische, maltesische, belgische und irische Marineschiffe. An den Rettungsaktionen beteiligt waren überdies Flugzeuge aus Island und Finnland.

Die seit Freitag geretteten Flüchtlinge seien alle in Libyen an Bord der 25 Boote gegangen, erklärte Frontex. Neben den mehr als 5.000 Geretteten wurden auch 17 Leichen geborgen. Zur Todesursache konnte die italienische Marine zunächst keine Angaben machen. Regelmäßig sterben Flüchtlinge aber an Dehydrierung, Kälte oder Hitze, andere ersticken in den Booten, ertrinken oder werden Opfer von Gewalt während der strapaziösen Überfahrt.

Am 12. April waren 3.791 Menschen im Mittelmeer gerettet worden, 3.690 Menschen waren es am 2. Mai. Seit Beginn des Jahres trafen bereits mehr als 45.000 Flüchtlinge in Italien ein. Etwa 1.770 Menschen starben bei dem Versuch, über das Mittelmeer Europa zu erreichen.