Erstellt am 07. Mai 2014, 15:39

Mikl-Leitner gegen "Steuerreform auf Pump". Wien / Die Chefin des ÖVP-Arbeitnehmerbundes, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, weist das Drängen der schwarzen AK-Präsidenten auf eine rasche Steuerreform zurück.

Sie habe zwar "Verständnis" für die Forderung, aber: "Eine Steuerreform auf Pump wäre eine Steuerreform am Rücken unserer Kinder - und das wollen wir nicht", so Mikl-Leitner am Mittwoch.

"Ich habe Verständnis für ihre Forderung", sagte Mikl-Leitner in einem Statement. Auch sie selbst hätte die Steuerreform "lieber heute als morgen". "Aber ebenso wie die Präsidenten ihre Ohren nah am Volk haben, muss die Regierung ihre Augen auf die Zahlen haben", so die ÖAAB-Obfrau.

Mikl-Leitners ÖAAB ist derzeit noch im Wahlkampf für die Arbeiterkammerwahl in Niederösterreich. Dort sorgten die Aussagen der AK-Präsidenten aus Tirol und Vorarlberg, die ihre Wahlen bereits geschlagen haben, für Freude beim roten AK-Präsidenten Markus Wieser. "In der ÖVP bröckelt die Front gegen Vermögenssteuern", so Wieser in einer Aussendung.

Sein schwarzer Vizepräsident Franz Hemm wies dies als "parteipolitische Äußerungen" zurück - drängte aber seinerseits darauf, die Finanzierung einer Steuerreform "so schnell wie möglich" sicherzustellen.