Erstellt am 28. Dezember 2015, 11:59

von APA/Red

Mindestens 32 Tote bei Anschlägen in syrischer Stadt Homs. Bei zwei Bombenanschlägen im Zentrum der syrischen Stadt Homs sind nach Informationen einer oppositionsnahen Gruppe mindestens 32 Menschen getötet worden.

 |  NOEN, APA (AFP)

Im Stadtteil Sahra sei am Montag eine Autobombe detoniert, außerdem habe sich dort ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, berichtete die in Großbritannien ansässige "Syrische Beobachtungsgruppe für Menschenrechte" am Montag.

Rund 90 Personen seien verletzt worden. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete, zwei Autobomben seien explodiert. Sie gab niedrigere Opferzahlen an: sechs Tote und 37 Verletzte. Die Truppen von Präsident Assad bauten indes ihre Stellung im Grenzgebiet zum Libanon aus. Am Montag begannen Rebellen nach monatelanger Belagerung unter Vermittlung der Vereinten Nationen mit dem Abzug aus der Stadt Sabadani.

Krankenwagen und Busse seien in den Ort gefahren, um Kämpfer - darunter auch Verletzte - zum Beiruter Flughafen zu fahren, sagten Vertreter der Aufständischen. Von dort aus sollen sie in die Türkei fliegen. Gleichzeitig bereiteten sich weiter nördlich in der fast vollständig von Rebellen gehaltenen Provinz Idlib rund 300 Familien aus zwei belagerten schiitischen Orten auf die Ausreise in die Türkei vor. Während die Rebellen vorwiegend der sunnitischen Ausrichtung des Islams angehören, sind unter den Anhängern Assads vor allem Schiiten und ihnen nahestehende Alawiten.

Die UN und ausländische Regierungen versuchen durch regional begrenzte Waffenstillstände und freie Abzüge die Voraussetzungen für ein Ende des seit fünf Jahren andauernden Bürgerkriegs zu schaffen. Der Abzug aus Sabadani und die Evakuierungsaktion in Idlib kam mit Hilfe des Irans und der Türkei zustande. Während der Iran mit Assad verbündet ist, steht die Türkei aufseiten gemäßigt geltender Rebellen. Die Aufständischen sind in verschiedene Gruppen zersplittert. Die stärkste Fraktion stellt die Extremistenmiliz Islamischer Staat. Im Südosten Syriens sind vor allem andere Rebellengruppen aktiv. Dort konnten die Truppen Assads mit Hilfe der schiitischen Hisbollah-Miliz aus dem Libanon Erfolge erzielen.