Erstellt am 13. Februar 2015, 12:22

von APA Red

Mindestens elf Tote in Ukraine. Die Gewalt in der Ostukraine dauert trotz der Einigung beim Friedensgipfel in Minsk an. Binnen 24 Stunden seien mindestens elf Menschen getötet worden, teilten die ukrainische Armee und die Rebellen am Freitag mit.

Nach Angaben des Militärs wurden acht Soldaten getötet und 34 weitere verletzt. Beim Beschuss der Rebellenhochburg Luhansk sollen drei Zivilisten ums Leben gekommen sein.

Keine Amnestieregelung für Donbass-Separatisten

Die Kiewer Regierung und die prorussischen Rebellen hatten sich am Donnerstag in der weißrussischen Hauptstadt auf ein "Maßnahmenpaket" zur Umsetzung der Minsker Verträge von Anfang September verständigt. Ab Samstag 23.00 Uhr MEZ tritt demnach in der Ostukraine eine Waffenruhe in Kraft. Zudem wurden der Abzug schwerer Waffen und die Einrichtung einer Pufferzone vereinbart.

Vereinbart wurde in Minsk auch ein Amnestieregelung für die Rebellen. Diese soll nach Darstellung des ukrainischen Außenministers Pawel Klimkin jedoch nicht für die Anführer der prorussischen Separatisten im Donbass gelten. Die zudem in der weißrussischen Hauptstadt Minsk abgesprochene Autonomie für die Ostukraine bedeute nicht, dass die Führung in Kiew die Macht völlig aus der Hand gebe, sagte Klimkin am Freitag.

Eine föderale Staatsordnung wie etwa in Deutschland oder Russland sei nicht vorgesehen, hieß es Agenturen zufolge. Die Separatisten warfen Kiew vor, den Minsker Abmachungen auszuweichen. Bei den Gesprächen war auch eine Waffenruhe ab diesem Wochenende vereinbart worden.