Erstellt am 14. Januar 2015, 18:48

von APA Red

Mit Axt erschlagenes Opfer noch unbekannt. Rund dreieinhalb Monate hat ein 52-jähriger Deutscher in Wien mit einer Leiche gelebt. Er habe gestanden, den Mann mit einer Axt erschlagen zu haben, nach einem Hinweis aus seinem Umfeld fand die Polizei am Montagabend den Toten. Dessen Identität war am Mittwoch noch unklar.

Zumindest lagen am Nachmittag aber die Ergebnisse der Obduktion vor. Bezüglich des Tatherganges deckten sich die Erkenntnisse der Gerichtsmedizin mit den Aussagen des Verdächtigen, der nach der Entdeckung der Bluttat in Wien-Meidling ein Geständnis abgelegt hat. Tödlich seien offenbar zwei Axtschläge auf den Kopf gewesen, erklärte ein Sprecher der Wiener Polizei.

Es hätten sich keine Hinweise auf eine Abwehrhandlung des Opfers ergeben. Eine Identifizierung, etwa durch Fingerabdrücke, sei weiterhin nicht möglich gewesen. Man versuche jetzt, die Identität des Getöteten über andere Quellen festzustellen. Gewissen Hinweisen werde nachgegangen, auch im Ausland. Bei dem Toten könnte es sich um einen rund 50 Jahre alten Gastarbeiter aus Polen handeln.

Gesucht werde auch nach Krankenakten, um Rückschlüsse auf die Identität des Opfers zu ziehen. Bei der Durchsuchung der "Messiewohnung" hatten die Ermittler zahlreiche Unterlagen sichergestellt, darunter auch Rechnungen. Allerdings soll der Verdächtige die Wohnung öfter an verschiedene Personen untervermietet haben. Die Leiche, in der noch die Axt steckte, ist bereits stark verwest. Fingerabdrücke können daher keine mehr genommen werden.