Erstellt am 31. August 2016, 12:56

Sechstes Erdbebenopfer aus Hotel in Amatrice geborgen. Die Zahl der Opfer des Erdbeben in Mittelitalien vor einer Woche ist auf 293 gestiegen. In den Trümmern des Hotels Roma in Amatrice, dem Epizentrum des schweren Erdbebens, wurde in der Nacht auf Mittwoch eine weitere Leiche gefunden.

 |  APA (AFP)

Es handelt sich um das sechste Todesopfer, das aus den Trümmern des Hotels im Zentrum der Bergortschaft geborgen wurde.

Fast 400 Menschen wurden seit dem vergangenen Mittwoch mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, etwa 3.000 Menschen sind seit dem Beben obdachlos. Sie müssen in einem der 49 Zeltlager oder in Notaufnahmezentren ausharren. Die Regierung versprach, dass innerhalb eines Monats für alle Obdachlosen eine Unterkunft zur Verfügung stehen werde. Die Menschen sollen in Holzbungalows untergebracht werden. Niemand solle länger als vier Wochen in den Zeltlagern übernachten müssen.

Für positive Nachrichten aus dem Erdbebengebiet sorgten unermüdliche Helfer zu Beginn der Woche: Fünf Tage nach dem Beben wurde in Amatrice eine Katze lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses geborgen. Ihr Leben verdankt Gioia ("Freude") ihrer Besitzerin Daniela, die bis zuletzt die Feuerwehrmannschaften angefleht hatte, das Tier zu suchen. Der Vierbeiner ist schließlich am Montag entdeckt worden.

"Als wir einige Trümmer weggeräumt haben, habe ich etwas Graues gesehen, das sich bewegt. Ich habe sofort die Katze erkannt, nach der Daniela suchte", berichtete der Feuerwehrmann Andrea. Gioia war einigermaßen mitgenommen und ziemlich durstig, sonst aber unversehrt. Sie wurde in ein Zelt gebracht, in dem Tierärzte sich um den Vierbeiner kümmerten, und durfte dann zu ihrer Besitzerin zurück. "'Es ist ja nur eine Katze', haben mir einige Leute gesagt. Doch für mich ist Gioia ein Mitglied der Familie. Ich bin froh, dass ich nicht nachgelassen habe", wurde Daniela in der Tageszeitung "La Stampa" zitiert.