Erstellt am 02. April 2014, 20:23

Mölzer gefährdet geplante EU-Rechtsfraktion. Die Schwedendemokraten haben angesichts der umstrittenen Aussagen des Europaabgeordneten Andreas Mölzer (FPÖ) mit dem Ausstieg aus der geplanten Rechtsfraktion im EU-Parlament gedroht.

Die Bezeichnung "Negerkonglomerat" sei nicht tolerierbar, sagte der Abgeordnete Kent Ekeroth der schwedischen Zeitung "Expressen".

Mölzer soll keine führende Funktion übernehmen

Mölzer solle deshalb in der künftigen Fraktion keine führende Funktion übernehmen, wie die "Presse" unter Berufung auf "Expressen" berichtete. Gegenüber der Online-Ausgabe des "Standard" meinte Ekeroth am Dienstag in einer kurzen Stellungnahme: „Ich habe vollstes Vertrauen, dass die FPÖ die Situation bestmöglich behandeln wird und wünsche ihnen alles Gute für die Wahlen."

Die FPÖ plant gemeinsam mit den Schwedendemokraten, der französischen rechtsextremen Partei Front National (FN), der Partei der Freiheit (PVV) aus den Niederlanden, der Slowakischen Nationalpartei (SNS), dem Vlaams Belang aus Belgien und der italienischen Lega Nord eine gemeinsame Parlamentsfraktion nach den EU-Wahlen am 25. Mai zu gründen.

Um einen solchen Klub zu bilden, braucht es mindestens 25 Abgeordnete aus mindestens sieben der 28 EU-Staaten. Angesichts der jüngsten Wahlerfolge der rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien in Europa dürfte dies aber kein Problem sein.