Erstellt am 21. Dezember 2014, 12:01

Mord in Tirol - Verdächtiger in U-Haft. Über den Verdächtigen im Fall eines in seinem Haus in Mühlbachl im Tiroler Wipptal erstochenen 39-Jährigen ist am Sonntag die Untersuchungshaft verhängt worden.

Dies teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hansjörg Mayr, der APA mit. Der 24-Jährige war am Donnerstag festgenommen worden, nachdem er ins Visier der Ermittler geraten war.

Der Mann legte Beschwerde gegen die Verhängung der U-Haft ein, erklärte Mayr. Jetzt habe das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) darüber zu entscheiden. Der 24-Jährige, bei dem es sich laut Ermittlern um einen "flüchtigen Bekannten" des Opfers handeln soll, zeigte sich auch weiterhin nicht geständig, sagte Mayr. Seit Samstag befindet er sich in der Innsbrucker Justizanstalt.

Der Tatverdacht sei "dringend gewesen", hatte LKA-Chef Walter Pupp nach der Festnahme erklärt. Unter anderem weil sich der 24-Jährige zum Tatzeitpunkt in dem Haus des 39-Jährigen befunden haben soll. Es gebe aber auch weitere Indizien. Aus "ermittlungstaktischen Gründen" wollten die Kriminalisten dazu aber nichts verraten. Die Ermittlungen und die Spurenauswertung liefen unter Hochdruck.

Dienstagvormittag hatte eine nahe Verwandte den 39-Jährigen, der alleine in dem Haus wohnte, blutüberströmt im Wohnzimmer liegend gefunden. Die Frau, die einen Schlüssel zu dem Haus hatte, wollte nach dem Rechten sehen, da das Opfer entgegen seinen Gewohnheiten am Morgen nicht erreichbar war. Wie die Obduktion ergab, wies die Leiche mehrere heftig geführte Stichverletzungen im Oberkörper auf.

Nach der Bluttat hatte sich schnell herausgestellt, dass der 39-Jährige seinen Angreifer gekannt haben dürfte. Denn Einbruchsspuren beziehungsweise Spuren, die auf einen gewaltsamen Zutritt deuteten, wurden keine gefunden. Die Tatwaffe, bei der es sich um ein Messer handeln dürfte, wurde von den Ermittlern nicht im Haus gefunden und blieb bisher verschwunden.